Greta Thunberg kontert Politiker Garret Graves mit schlagfertiger Antwort

Als Greta Thunberg vor dem US-Repräsentantenhaus sprach, wollte ein Politiker die junge Klimaaktivistin argumentativ in die Ecke drängen. Das ging allerdings mächtig nach hinten los.

Greta Thunberg lässt sich nicht beirren. (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Bei der Anhörung ging es um die weltweiten Klimawandel-Proteste von Kindern und Jugendlichen, die maßgeblich von der 16-jährigen Thunberg inspiriert wurden. Im Laufe der Anhörung betonte der Republikaner Garret Graves, der im US-Repräsentantenhaus den Bundesstaat Louisiana vertritt, die Aussichtslosigkeit vermeintlicher US-Bemühungen in puncto Umweltschutz, solange andere Länder nicht mitziehen würden. Dazu bemühte er folgenden Vergleich:

"Ms. Thunberg, lassen Sie mich eine Frage stellen: Stellen Sie sich vor, Sie würden im Ozean segeln und auf Ihrem Weg den Müll aufsammeln. Und für jedes einzelne Müll-Teil, das sie aufheben, ist neben Ihnen bereits ein anderes Boot, das fünf Müll-Teile wegwirft. Wie würden Sie sich dabei fühlen?"

Thunberg blieb von dem Vergleich unbeeindruckt und nahm die Aussage des Politikers rhetorisch auseinander: "Wenn Sie diese Logik anwenden, dann werfe ich ja auch eine Menge Müll in den Ozean", sagte sie. "Und wenn das so wäre, dann würde ich erstmal damit aufhören, selbst Müll in den Ozean zu werfen und würde dann das andere Boot auffordern, ebenfalls keinen Müll mehr in den Ozean zu werfen."

Die Antwort der schwedischen Klimaaktivistin hat gesessen! Zumal sie sich mit dem Schippern übers Meer ja ohnehin bestens auskennen dürfte - schließlich ist sie erst kürzlich über den Atlantik gesegelt, um bei ihrer Reise nach New York medienwirksam auf den nicht gerade umweltfreundlichen Flieger zu verzichten. Wer dem Klimaschutz zuliebe solche Strapazen auf sich nimmt, kann es mit einem Politiker wie Garret Graves locker aufnehmen.

In den USA traf Thunberg auch Barack Obama - so verlief die Begegnung