"Hässlicher Pulli": Fast-Food-Kunde findet Beleidigung auf Kassenzettel

In einem "Chick-fil-A"-Restaurant in den Vereinigten Staaten von Amerika hat ein Kunde eine beleidigende Beschreibung zu seinem Modegeschmack gefunden. Foto: Symbolbild / AP Photo / Mike Stewart

Mit in der Tüte seiner Bestellung fand ein Kunde der amerikanischen Fast-Food-Kette „Chick-fil-A“ den Kassenzettel. Darauf stand sein Name und ein beleidigender Kommentar zu seinem Pullover.

Ein Fast-Food-Kunde der amerikanischen Schnellrestaurantkette „Chick-fil-A“ hat auf einem Kassenzettel, der seiner Bestellung beilag, eine beleidigende Botschaft gefunden. Der Kassenzettel war offensichtlich nur zum internen Gebrauch gedacht war und hätte nicht beim Kunden landen sollen. Denn neben den bestellten Produkten und der Uhrzeit stand kein Preis, sondern der Name des Kunden: Daniel. Und folgende Beschreibung: „Zum Mitnehmen. Hässlicher Pullover.“

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Mittelfinger und ein Selfie

Solche Kassenzettel reicht vermutlich die Küche nach Zubereitung der Bestellung an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Restaurants weiter, damit die Bestellung den richtigen Kunden oder die richtige Kundin erreicht. In diesem Fall gelangte aber der Zettel zum Kunden – mit dem „hässlichen Pullover“. Der reagierte laut dem britischen „Mirror“, wie man heutzutage eben reagiert: Er veröffentlichte ein Foto davon auf seinem Twitter-Kanal. In der vergangenen Woche wurde der Beitrag mittlerweile über 16.000 Mal geteilt und gefällt beinahe 150.000 Menschen.

Kunde Daniel, der auf Twitter „Zin_Zaddy“ heißt und den Angaben auf dem sozialen Netzwerk nach in Phoenix, im US-Bundesstaat Arizona, lebt, schrieb dazu: „Es war heute kein Vergnügen, bei Chick-fil-A zu essen.“ Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich in seinem braun-grün-gelb-weiß-rot-und-viele-Farben-mehr-gemusterten Strickpulli. Mit erhobenem Mittelfinger und grimmigem Gesichtsausdruck.

Nachdem sein Tweet eine so unerwartet große Reichweite generierte, ergänzte er etwas später: „Ich bin nicht sauer, ich bin traurig und würde eine Entschädigung in Form von gratis Hühnchen-Sandwiches begrüßen.“

Modegeschmack: ok. Die Bestellung: fragwürdig

Die meisten Reaktionen auf seinen Beitrag handelten dabei gar nicht von seinem Modegeschmack und der Beleidigung durch einen Chick-fil-A-Mitarbeiter oder eine -Mitarbeiterin. Sondern von seiner „seltsamen“ Bestellung: 30 Chicken Nuggets und eine große Portion Pommes. Wo ist das Getränk? Ist das alles für ihn allein? Zin_Zaddy erklärter, dass er schon vorher ein Getränk bestellt und getrunken und die vielen Nuggets mit seiner Freundin geteilt habe.

Es gab aber auch Nachfragen zu dem Kassenzettel. Ob er die Beschreibung bei seiner Bestellung selbst gewählt habe? Nein. Bei dem Zettel würde es sich nicht um eine Quittung handeln, sondern um eine interne Beschreibung, damit der richtige Kunde oder die richtige Kundin identifiziert werden könnte. Er stellte klar: „Es war ein Versehen, dass ich ihn bekommen habe.“

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Das bestätigte auch eine Kommentatorin, die selbst in einer Küche in einem anderen Fast-Food-Restaurant gearbeitet hatte. Sie schrieb: „Solche Beschreibungen habe ich auch benutzt, wenn ich vergessen hatte, nach dem Namen zu fragen. Ich wusste aber nicht, dass sowas auf die Zettel gedruckt wird.“

Die Konkurrenz macht es besser

Einige Nutzer diskutierten dann aber doch noch über seinen Pulli. Und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Einer schrieb über die Beleidigung: „Sie lagen damit ja nicht falsch“, eine andere Nutzerin schrieb hingegen: „Der Pulli ist süß und ich brauche ihn.“

Ein anderer Nutzer antwortete mit einer ganz ähnlichen Erfahrung. Auch er hat einen Kassenzettel, nach seiner Bestellung bei der Schnellrestaurantkette „Popeyes“, gefunden. Darauf stand: „Kunde: coole Jacke.“ Der Nutzer schrieb deshalb: „Komm zu Popeyes, die wissen, wie man Könige wie uns richtig behandelt.“