Happy 2020: So startest du voller Energie in den Montag

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Neues Jahr, neues Glück, aber auch jede Menge Druck, den wir uns vorrangig selbst machen. Mehr Sport, mehr Erfolg, mehr Me-Time – und am besten alles auf einmal! Dabei wissen wir doch eigentlich, dass es die kleinen Schritte sind, die uns dabei helfen, unser Leben langfristig so zu optimieren, dass wir glücklich(er) sind. Im Januar stellen wir täglich Tipps und Tricks vor, die sich ganz einfach in den Alltag integrieren lassen und für gute Laune sorgen. Unser Ziel am Montag: voller Energie in die Woche starten!

Die Decke wieder über den Kopf ziehen? Ach was... Mit diesen Tipps kommst du auch am Montag leichter raus! (Bild: Getty Images)

Montagmorgen, der Wecker klingelt viel zu früh. Du warst doch gerade erst dabei, das Wochenende genießen und dich endlich erholen zu können – und jetzt soll es wirklich schon wieder zurück in den stressigen Alltag gehen? Den gemeinen Montagsblues kennt sicherlich jeder. Doch wer dachte, dass gegen den fiesen Montag, den stressigsten, blödsten und unnötigsten Tag der Woche nur der Dienstag, der Mittwoch und schließlich die Aussicht auf den Freitag hilft, dem sei gesagt: Wir hätten da was für dich. Vielleicht keine Geheimtricks und auch keine Allheilmittel, aber immerhin ein paar Werkzeuge, die dabei helfen, den Start in die Woche so entspannt und energiegeladen wie möglich zu machen.

I don’t like Mondays – warum eigentlich nicht?

Am Anfang ist die Erkenntnis – die nämlich, dass der Montag gar nicht der schlimmste Tag der Arbeitswoche ist. Einer Umfrage der Personalagentur Michael Page zufolge wird der erste Tag der Woche nämlich weitestgehend vertrödelt, der Vormittag wird mehr dazu genutzt, sich über die Erlebnisse vom Wochenende auszutauschen als sich mit Vollgas in die Arbeit zu stürzen. Klingt doch eigentlich ganz okay, oder? Vor allem, wenn man den trübsten Tag der Woche (das ist Studien zufolge der Sonntag) gerade erfolgreich hinter sich gelassen hat. Der stressigste Zeitpunkt der Woche ist der Umfrage zufolge übrigens dienstags um 10 Uhr, wenn man im Alltag wieder angekommen ist und die Aufgaben auf einen einprasseln. Wie gut, dass dann der Mittwoch schon nicht mehr weit ist – und dann ist ja schon bald wieder Wochenende!

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Apropos Wochenende: Das Gute am Montag ist ja, dass tatsächlich etwas Neues anfängt. Wieso den Tag also nicht zu einem Neustart erklären – und die ersten Stunden des Arbeitstags dazu nutzen, den Ärger der vergangenen Woche hinter sich zu lassen, To Dos für die anstehende Woche zu erstellen – und auch private Highlights zu setzen: Wer sich montags schon auf ein tolles Dinner am Dienstag oder das Workout am Mittwoch freuen kann, hat mehr Motivation, den Arbeitstag mehr als nur "irgendwie" hinter sich zu bringen.

Vitamincocktail gegen Montagsblues

Tatsächlich gibt es eine Erklärung dafür, warum wir an Montagen so schwer in die Gänge kommen: Besonders in stressigen Berufen wird während der Woche viel vom Stresshormon Kortisol ausgeschüttet, das in ausgeprägten Fällen am Wochenende das Immunsystem abstürzen lässt. Wer dann am Wochenende auch noch seinen Schlaf-Wach-Rhythmus durch viel Feiern und Alkohol aus dem Takt bringt, sorgt für eine Extra-Portion Müdigkeit am Montagmorgen. Wenn du deinen Montag ausgeruht(er) starten willst, kannst du dir mit einer Extraladung Vitamine fürs Immunsystem und der zumindest ungefähren Einhaltung deiner Schlafgewohnheiten (plus das wochenendliche Ausschlafen natürlich, das schadet nie) etwas Gutes tun. Und natürlich gibt’s noch mehr Kniffe...

Die drei magischen L’s

1. Starte langsam in den Montag: Schneller Kaffee und dann los? Wer sich montags morgens beeilen muss, verliert die Hälfte der Erholung vom Wochenende schon auf dem Weg zur Arbeit. Viel besser: Wecker etwas früher stellen, ohne Umweg über die Schlummertaste zügig aufstehen und lieber gemütlich frühstücken (Vitamine). Wer weiß, vielleicht bleibt ja sogar noch Zeit, um zur Arbeit zu laufen oder zu radeln statt die Bahn zu nehmen: Sauerstoff kurbelt den Kreislauf an und sorgt für den Extra Wach-Kick – sogar am Montagmorgen!

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Mit dem Fahrrad ins Büro - und dann noch schnell beim Floristen vorbei. Gute Laune garantiert! (Bild: Getty Images)

2. Licht als Energiequell nutzen: Noch ein Argument für den Auslauf zur Arbeit. Neben Sauerstoff ist nämlich vor allem Licht eine wichtige Ressource für Vitamin D. Ein Mangel dieses Vitamins sorgt für Müdigkeit und depressive Verstimmungen. Beides kann man besonders montags nicht gebrauchen – deshalb am besten auch für die Mittagspause einen Mini-Ausflug im Tageslicht einplanen.

3. Lachen ist die beste Medizin: Wer zwischendurch mal herzhaft lacht, bringt den Kreislauf in Schwung, sorgt für eine tiefere Atmung und löst innere Blockaden. Über was oder wen du lachst, bleibt natürlich dir überlassen – an einem Montagmorgen darf es auch das Gesicht des Chefs sein, der sich sicherlich genau so viel oder wenig auf den Wochenanfang gefreut hat wie du.

Und zu guter Letzt: Sich am Militär ein Beispiel nehmen

Echt jetzt, am Militär, am Montagmorgen? Ganz genau – aber nicht am zackigen Gleichmarsch der braven Soldaten (klar, dass man bei dieser Vorstellung lieber im Bett bleibt), sondern am Slogan der Navy SEALS, der da heißt: „Slow is smooth and smooth is fast“, im Wörtlichen übersetzt: „Langsam ist glatt und glatt ist schnell.“ Die Botschaft dahinter: Wer seine Arbeit langsam und gründlich macht, ist am Ende schneller, weil weniger Fehler passieren und weniger Reibung entsteht.

Happy 2020: So wirst du im Alltag fitter!

Auf die Vertreibung unseres Montagsblues übertragen bedeutet dies: Wer eher bedacht in die Arbeitswoche startet und sich bewusst Zeit dafür nimmt, die eingegangenen Mails und Aufgaben zu priorisieren und in "dringend", "wichtig" und "kann warten" zu kategorisieren, hat am Ende der Woche weniger Stress. Ganz nebenbei ordnet sich der gerade eben noch riesige Berg an Tasks in übersichtliche Häufchen, die man dann (am Dienstag natürlich) in aller Ruhe angehen kann. In diesem Sinne: entspannten Montag allerseits!