Happy 2020: Woran du merkst, dass Menschen dir nicht guttun und was du dagegen tun solltest

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin

Neues Jahr, neues Glück, aber auch jede Menge Druck, den wir uns vorrangig selbst machen. Mehr Sport, mehr Erfolg, mehr Me-Time – und am besten alles auf einmal! Dabei wissen wir doch eigentlich, dass es die kleinen Schritte sind, die uns dabei helfen, unser Leben langfristig so zu optimieren, dass wir glücklich(er) sind. Im Januar stellen wir täglich Tipps und Tricks vor, die sich ganz einfach in den Alltag integrieren lassen und für gute Laune sorgen. Heute: So erkennst du, welche Menschen in deinem Umfeld dich mehr herunterziehen – als dein Leben zu bereichern.

Wenn dich Treffen mit deinen Freunden erschöpfen oder du dich anschließend schlecht fühlst, solltest du über den Grund nachdenken. (Bild: Getty Images)
Wenn dich Treffen mit deinen Freunden erschöpfen oder du dich anschließend schlecht fühlst, solltest du über den Grund nachdenken. (Bild: Getty Images)

Treffen erschöpfen dich

Du hast dich gerade mit einem Freund oder Freundin, einer Bekannten oder einem Mitglied der Familie getroffen und fühlst dich, als müsstest du erst einmal in Urlaub fahren? Dann deutet alles darauf hin, dass dich dein gegenüber psychisch über die Maßen beansprucht hat. Ein klassischer Fall ist dieser: Der oder die andere erzählt pausenlos nur von sich und seinen Problemen und interessiert sich nicht für das, was gerade in deinem Leben los ist, wie es dir geht und was dir wichtig ist.

Du verhältst dich anders

Dass man beim ersten Date ein bisschen vorsichtig ist und erst einmal abcheckt, wie der andere so tickt, ist ganz normal. Wer aber im Gespräch mit eigentlich nahestehenden Personen ständig überlegt, was er sagen darf und was nicht, was einen selbst möglicherweise in ein schlechtes Licht rückt und welche wichtigen Themen man besser ausspart, weil man dafür kritisiert oder ausgelacht werden könnte, sollte hellhörig werden. Denn wer das Gefühl hat, sich verstellen zu müssen, fühlt sich in der Gegenwart eines anderen offensichtlich unwohl.

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Der andere zieht dich runter

Es gibt Menschen, die sich nie dann melden, wenn sie richtig gut drauf sind, Party machen wollen oder einen tollen Ausflug, sondern immer nur dann, wenn es ihnen schlecht geht. Natürlich sollte man engen Freunden über schlechte Zeiten hinweghelfen, aber es muss eben auch gute geben. Nur als seelischen Mülleimer sollte sich niemand benutzen lassen.

Ihr macht nie das, was dir wichtig ist

Dass zwei Menschen immer genau dieselben Interessen haben, ist eher die Ausnahme. Oft geht einer lieber tanzen und der andere lieber in eine Bar, einer mag Kino, der andere zuhause Serien bingen, der eine liebt die Natur, der andere steht auf Städtetrips. Wenn du feststellst, dass deine Interessen deutlich zu kurz kommen, ist das aber ein Ungleichgewicht, das dich auf Dauer unzufrieden macht.

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Jemand macht dir ein schlechtes Gewissen

Viele kennen das vielleicht aus dem Verwandtenkreis, andere aus der Partner- oder Freundschaft: Kaum hat man sich einmal ein paar Tage nicht gemeldet, Zeit mit sich allein oder anderen Freunden verbracht, wird einem vorgeworfen, dass man sich nicht genug kümmert. Weint das Gegenüber, verweist auf eine momentane oder dauerhafte Krankheit oder Schwäche, kann dass das eigene schlechte Gewissen noch verstärken.

Schuld bist immer du

Manche Menschen suchen die Schuld nie bei sich, sondern immer bei anderen. Der Betrogene ist selbst schuld, dass sein Partner eine Affäre hat, weil er sich nicht genug um die Beziehung bemüht hat. Das Verhältnis zu den Eltern ist zerrüttet, weil die Kinder sich nicht angemessen verhalten und die Freundschaft steht auf der Kippe, weil der andere sich verliebt hat oder in eine andere Stadt gezogen ist.

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Freunde sollten dir offen die Meinung sagen dürfen, dich aber nicht dauerhaft herunterziehen. (Bild: Getty Images)
Freunde sollten dir offen die Meinung sagen dürfen, dich aber nicht dauerhaft herunterziehen. (Bild: Getty Images)

Der andere verstärkt deine Selbstzweifel

Wer von jemandem immer nur zu hören bekommt, was er angeblich falsch macht, vor anderen schlecht gemacht wird oder auf eine fiese Art veräppelt wird, dessen Selbstzweifel wachsen immer weiter an, bis er irgendwann vielleicht selbst glaubt, dass nicht der andere ein gemeiner Typ ist, sondern man selbst alles verbockt.

Du hast keine Lust, dich mit jemandem zu treffen

Wer am Dienstag schon merkt, dass er keine Lust auf das Treffen am Freitag hat und von sich aus auch nichts aktiv verabreden möchte, spürt ja schon, dass die Begegnung ihm nicht guttut. In solchen Fällen sollte man ruhig auf sein Bauchgefühl hören.

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Was soll man tun, um sich selbst zu schützen?

Wer wirklich an einem Menschen hängt und merkt, dass ihm der Kontakt nicht mehr guttut, sollte das Thema in ruhiger Atmosphäre einmal auf den Tisch bringen. Vielleicht war dem anderen gar nicht bewusst, wie man selbst sein Verhalten wahrnimmt und er versucht, daran etwas zu ändern. Im Gegensatz zu Partnerschaften, wo man einen klaren Schlussstrich ziehen muss, kann man sich aus Freundschaften einfach ohne großen Knall zurückziehen und hält sich dabei sogar die Möglichkeit offen, sie zu einem späteren Zeitpunkt eventuell wieder aufleben zu lassen.

Schwieriger ist es natürlich innerhalb der Familie. Aber auch hier kann man selbst bestimmen, wie eng oder eben nicht der Kontakt aussieht. Und man kann der Verwandtschaft spätestens als Erwachsener auch einmal sagen, dass man auch angerufen oder besucht werden kann und nicht immer selbst den aktiven Part übernehmen muss.