Hauptsache raus: Spanier führen Ziegen und Schweine "Gassi"

Wenn einem in der Ausgangssperre langweilig ist, kann man schon mal kreativ werden. Und so sind in Spanien Menschen zu beobachten, die mit Ziegen, Schweinen und sogar Stofftieren “Gassi” gehen.

So verschafft man sich Ausgang. Die Spanier werden kreativ und gehen mit Schweinen und Ziegen "Gassi". (Symbolbild: REUTERS/Edgard Garrido)

Die Ausgangssperre ist in Spanien besonders strikt und wird genau kontrolliert. Bis auf einige wenige Ausnahmen sollen die Spanier zuhause bleiben, mehr als eine Person jedes Haushalts darf nicht gleichzeitig vor die Tür und auch dann nur für wichtige Erledigungen. Zu diesen gehört allerdings das Gassi gehen mit Haustieren. Und so tauchen nun vermehrt Spanier mit eher ungewöhnlichen Begleitern an der Leine auf den Straßen auf, um sich ein wenig Luft zu verschaffen.

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Es wurden bereits Ziegen, Mini-Schweine und sogar ein Stoffhund beim Spazierengehen gesichtet. Ein Mann habe gar seinen Kanarienvogel ausgeführt, schrieb die Zeitung La Vanguardia. Die katalanische Polizei fand auf Twitter deutliche Worte für das schrullige Verhalten der Landsleute, um die Ausgangssperre zu umgehen: “Weder Kanarienvögel noch vietnamesische Schweine oder eine Ziege wie die, die wir heute in Palafrugell gesehen haben, sind eine Ausrede, um nach draußen zu gehen und die Sperre zu brechen. Bitte bleiben Sie zu Hause!” Dazu postete sie ein Foto eines Mannes, der eine kleine Ziege spazieren führt.

Besonders frech war allerdings der Versuch eines anderen Spaniers. Als ihm zuhause die Decke auf den Kopf zu fallen drohte, nahm er sich kurzerhand einen Stoffhund an die Leine und ging damit spazieren. Die Polizei allerdings fand das nicht zum Lachen und schickte ihn prompt wieder nach Hause. Die Polizeigewerkschaft Jupol twitterte daraufhin zu dem Video des Mannes: «Versuchen Sie nicht, uns zu täuschen, sonst werden Sie bestraft.»

Auch der im Internet berühmt gewordene Dino-Kostümträger aus Murcia ist wieder auf den Straßen unterwegs. Diesmal allerdings legal, denn er führt ebenfalls ein Tier spazieren. Dabei handelt es sich allerdings ganz schnöde um einen Hund.

Seit dem vergangenen Sonntag herrscht im ganze Land eine Ausgangssperre. Insgesamt soll sie mindestens für 15 Tage gelten. Bei Zuwiderhandeln drohen empfindliche Geldbußen oder sogar eine Haftstrafe. Spanien ist das nach Italien am heftigsten betroffene europäische Land in der Coronakrise. Mehr als 33.000 nachgewiesene Infektionen und über 2100 Todesopfer haben die Spanier schon zu beklagen.

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