Hausapotheke: Diese Dinge dürfen nicht fehlen

Anna Rinderspacher
Freie Journalistin

Der Hausarzt hat gerade Feierabend gemacht, da macht sich ein Kratzen im Hals oder ein plötzlicher Kopfschmerz bemerkbar. Dass man immer dann krank wird, wenn es am wenigsten passt, scheint beinahe ein Gesetz der Natur zu sein. Eine gut ausgestattete Hausapotheke kann jedoch vorerst Linderung verschaffen. Pünktlich zu Beginn der Erkältungszeit empfiehlt die Stiftung-Warentest deshalb, welche Arzneien man immer griffbereit haben sollte.

Kopfschmerzen, Fieber, Schnittwunden: eine gute Hausapotheke hat für alles das richtige Mittel zur Linderung (Bild: Getty Images)

Fieber- und Kopfschmerzmittel sollten demnach in keiner Hausapotheke fehlen, ebenso wenig wie Arzneien gegen Durchfall, Jodsalbe zur Wunddesinfektion und Verbandszeug.

Erkältungs und Grippemedikamente

  • Ibuprofen, Aspirin oder Paracetamol gegen Kopfschmerzen und Fieber

  • Tee oder Saft aus Thymianextrakt als Hustenlöser

  • Nasenspray, um die Nebenhöhlen frei zu bekommen

  • Lutschpastillen gegen Halsschmerzen. Allerdings rät die Stiftung Warentest von Tabletten ab, die Zucker enthalten und oder den Rachenraum betäuben

Leere Apotheken-Regale: Lieferengpässe bei Medikamenten nehmen zu

Wundbehandlung

  • Jod-haltige Sprays oder Tinkturen zur Desinfektion

  • Salben zur Unterstützung der Wundheilung

  • Pflaster, idealerweise als Rolle

  • Mull­binden und -kompressen

  • Verbands­klammern und Sicher­heits­nadeln

  • Dreiecks­tuch

  • Kalt/Warm-Kompresse

  • Einweghand­schuhe

  • Pinzette und Zeckenzange

Magen- / Darmbeschwerden

  • Hydrotalcit und Magaldrat gegen Sodbrennen

  • Loperamid gegen Durchfall

  • Diphenhydramin, optimalerweise in Zäpfchenform bei akutem Erbrechen

  • Abführmittel wie Flohsamen, Glyzerin, Magnesiumsulfat, mineralische Mischungen oder Sennes gegen Verstopfung

Je nach individueller Befindlichkeit muss der Inhalt der Hausapotheke angepasst werden. Allergiker sollten zum Beispiel immer Antihistaminika griffbereit haben und gegebenenfalls etwas gegen Juckreiz. Hinzu kommen natürlich auch sämtliche Medikamente, die der Arzt verschrieben hat, etwa bei Herz- / Kreislauferkrankungen oder Diabetes.

Arzneimittel richtig lagern

Damit die Medikamente ihre Wirkung bestens entfalten können, müssen sie entsprechend gelagert werden. Für die meisten rezeptfreien Arzneien empfiehlt sich ein kühler, trockener und möglichst dunkler Ort: eine Kiste im Schrank, eine Abstellkammer, der Flur oder das Schlafzimmer. Das Bade­zimmer hingegen ist kein geeigneter Aufbewahrungsort, da es dort häufig feucht-warm ist. Ebenso wenig sollten Medikamente in der Küche aufbewahrt werden.

Zudem ist es ratsam, Medikamente immer in der Originalverpackung - selbstverständlich mit Packungsbeilage - aufzubewahren. So kann zum Bespiel das Haltbarkeitsdatum regelmäßig kontrolliert werden.

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Sollten die Beschwerden länger andauern, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Außerhalb der Praxiszeiten können sich Patienten an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden (116 117) und im Notfall, zum Beispiel wenn eine Wunde über längere Zeit stark blutet, sollte der Notarzt gerufen werden (112).

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