Symbolträchtiger Schachzug: Herzogin Meghan verpflichtet den Anwalt von Prinzessin Diana

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin
Seit vergangener Woche läuft der Prozess von Herzogin Meghan gegen die ”Mail on Sunday“.(Bild: Getty Images)

Seit vergangener Woche läuft der Prozess von Herzogin Meghan gegen die ”Mail on Sunday“, von deren Berichterstattung sich die Ehefrau von Prinz Harry verunglimpft sieht. Um am Ende als Siegerin aus dem Rechtsstreit hervorzugehen, hat sich Meghan hochkarätige und symbolträchtige Unterstützung geholt: David Sherborne, der einst für Prinzessin Diana arbeitete.

Im Rechtsstreit gegen die britische Boulevardpresse setzt Herzogin Meghan auf einen Anwalt, der sich mit der Materie besser auskennen dürfte als die meisten anderen: David Sherborne hat bereits für Prinz Harrys Mutter Prinzessin Diana gearbeitet, die sich seit dem Bekanntwerden ihrer Beziehung zu ihrem späteren Mann Prinz Charles von der Presse verfolgt fühlte und 1997 bei der Flucht vor Paparazzi zu Tode kam.

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Herzogin Meghan setzt auf einen echten Star-Anwalt

In Star-Kreisen ist Sherborne selbst eine Berühmtheit, die bereits die Spice Girls, Paul McCartney, Jude Law, Kate Winslet, Elton John und Harry Styles vor Gericht vertreten hat. In dem Verfahren von Herzogin Meghan geht es vor allem um einen Brief, den sie im Vorfeld ihrer Hochzeit mit Prinz Harry an ihren Vater Thomas Markle geschrieben hat. Die ”Mail on Sunday“ druckte ihn in Auszügen ab und muss sich nun gegen Vorwürfe wehren, sie hätte damit den Datenschutz, das Urheberrecht und die Privatsphäre der Herzogin verletzt. Laut Herzogin Meghan haben die Veröffentlichungen das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater ”nachhaltig geschädigt“.

Prinz Harry möchte nicht, dass sich die Geschichte wiederholt, als er seine Mutter, Prinzessin Diana, verlor. (Bild: Getty Images)

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Angst, dass sich die Geschichte wiederholt

Dass sich Prinz Harry und Herzogin Meghan ausgerechnet für David Sherborne entschieden haben, hat neben dem fachlichen auch einen symbolischen Aspekt: Als Prinz Harry im Oktober 2019 die Klage gegen die ”Mail on Sunday“ bekannt gab, sagte er, seine Frau werde von der Boulevardpresse verfolgt wie einst seine Mutter, bei deren Tod er gerade einmal zwölf Jahre alt war. ”Meine größte Angst ist, dass die Geschichte sich wiederholt“, erklärte der Herzog von Sussex. ”Ich habe meine Mutter verloren und sehe jetzt, wie meine Frau Opfer der gleichen mächtigen Kräfte wird.“

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