Herzogin Meghan: Was sie den britischen Boulevardmedien vorwirft

Antonie Hänel
Freie Autorin

Der Kampf von Herzogin Meghan gegen die unverhältnismäßige Berichterstattung der britischen Medien über sie geht weiter: Nachdem sie und ihr Mann, Prinz Harry, die Boulevardblätter “Daily Mail” und “Mail on Sunday” verklagt haben, sind nun die konkreten Vorwürfe aus den Gerichtsakten veröffentlicht worden.

Meghan und Harry beim "Field of Remembrance" vor der Westminster Abbey (Bild: TOLGA AKMEN/AFP via Getty Images)

Demnach wirft sie der Zeitung “Mail on Sunday” in einem 15-seitigen Dokument vor, seit drei Jahren eine Fake-News-Kampagne mit “falschen” und “absurden” Geschichten gegen sie zu führen, wie “Byline Investigates” exklusiv aus den Gerichtsunterlagen berichtet.

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Schlüsselpassagen zurückgehalten

So hätte das Blatt etwa in Bezug auf einen privaten Brief gelogen, den die Herzogin an ihren Vater geschrieben hatte. Die Zeitung hatte ihn teilweise abgedruckt und behauptet, den “kompletten” Inhalt des Briefes zu veröffentlichen - gleichzeitig soll das Blatt allerdings Schlüsselpassagen zurückgehalten haben, die die Herzogin in ein besseres Licht gestellt hätten. Auch sollen Lügen verbreitet worden sein über Meghans Babyshower-Party oder ihre Beziehung zu ihrer Mutter Doria.

Geschichten teilweise frei erfunden

Zudem wären komplette Geschichten über die Renovierung ihres Hauses Frogmore Cottage frei erfunden worden - zum Beispiel, dass sich Harry und Meghan ein Kupferbad für 5000 Pfund oder Schalldämpfung für 500.000 Pfund hätten einbauen lassen.

Des Weiteren war von einem Yoga-Studio, einer Orangerie, einem Gästeflügel und einem Tennisplatz die Rede – alles Dinge, die sie angeblich mit dem Geld der Steuerzahler gezahlt hätten. Laut der Klage dienten diese Fake News nur dazu, die Meinung der Leser gegenüber der Royals zu “vergiften”.

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Herzogin Meghan und ihr Ehemann Prinz Harry hatten britischen Boulevardmedien Anfang Oktober eine "unbarmherzige Kampagne" vorgeworfen. Die Herzogin werde von der Boulevardpresse verfolgt wie einst seine Mutter Diana, die 1997 bei einem Autounfall auf der Flucht vor Paparazzi in Paris gestorben war, so Harry.

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