Alltagsfehler: Was viele beim Honigessen falsch machen

Antonie Hänel
Freie Autorin

Süß, klebrig, natürlich: Honig ist ein Allrounder in der Küche und verleitet nicht nur Pu, den Bären, das Vorbild für Disneys Winnie Puuh, zum Naschen. Doch viele Honig-Liebhaber begehen einen Fehler, wenn sie sich den Nektar aufs Brot schmieren wollen.

Ein Löffel am Frühstückstisch nur für Honig ist sinnvoll (Bild: Getty Creative)

Ob als Süßungsmittel in heißen Getränken, Energielieferant am Frühstückstisch oder ganz besonderer Geschmackskick in vielen herzhaften Gerichten: Honig ist ein vielseitiger Helfer. Trotzdem wissen viele Menschen gar nicht, dass sie oft einen Fehler machen, der ihnen das süße Vergnügen vorzeitig vermiesen kann.

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Am Frühstückstisch landen schon mal mehrere Messer oder Löffel im Honigtopf – und genau da liegt das Problem. Wenn Bakterien, Speichel oder Fremdstoffe wie die Marmelade “von nebenan” in das Honigglas gelangen, kann der Nektar schnell verderben und sich im Geschmack verändern.

Das Problem lässt sich entweder durch Konsequenz am Frühstückstisch beheben oder einfach mit einem Honiglöffel bzw. einer Honigspirale. Das Küchenutensil ist einzig für die zähflüssige Konsistenz des Honigs gemacht und würde verhindern, dass sich noch andere Beförderungsmittel in den Honig verirren.

Wie lange hält Honig?

Die meisten Honige halten etwa zwei Jahre, bei guter Lagerung auch darüber hinaus. Die Lagerung sollte optimalerweise bei 15 Grad geschehen – weshalb Honig nicht in den Kühlschrank gehört. Außerdem ist auf einen luftdichten Verschluss zu achten.

Dass ein Honig schlecht geworden ist, merkt man daran, dass er gärt: Der Deckel wölbt sich dann, der Honig riecht fruchtig oder säuerlich, auf der Oberfläche bilden sich Bläschen oder Schaum. Hände weg!

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Die Kristallisation des Traubenzuckers dagegen ist unbedenklich. Weiße Stellen auf der Oberfläche des Honigs oder an der Innenwand des Glases bei fest gewordenem Honig sind harmlos. Sie entstehen durch Lufteinlagerung zwischen den Zuckerkristallen. Fest gewordenen Honig können Sie vorsichtig in einem warmen Wasserbad wieder verflüssigen.

Honig am Herd?

Mit der besonderen Süße des Honigs lässt sich auch am Herd gut experimentieren, zum Beispiel bei Karottensuppen oder Tomatensoßen. Wer mit Honig kochen möchte, sollte sich allerdings auf das Abschmecken zum Schluss beschränken, da das Naturprodukt hitzeempfindliche Inhaltsstoffe enthält.

Auch beim Backen gibt es einiges zu beachten. So eignet sich Honig nicht für knusprige Kekse oder Puddings und muss wegen seiner Wassermenge auch anders berechnet werden als Zucker.

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