Hooligans verfolgten Bayern-Fan 200 Kilometer - Urteil erfolgt

Ben Barthmann
Sports Editor

Ein Fan des FC Bayern München ist im November 2017 für rund 200 Kilometer von drei Hooligans verfolgt worden. Sie verprügelten ihn letztlich vor seiner Haustüre. Nun sprach das Amtsgericht München ein Urteil aus.

Ein Fan des FC Bayern geriet 2017 ins Visier von Hooligans. (Bild: Getty Images)

Florian R. (24), Pascal A. (23) und Elia B. (20) waren wegen Raubs und Körperverletzung angeklagt. Das Gerichte verurteilte Florian R. und Pascal A. zu einer Haftstrafe von jeweils einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Elia B. wurde nach Jugendstrafrecht zu einer Woche Arrest verurteilt.

Alle drei Männer bezeichnen sich als Fans des 1. FC Nürnberg. Sie hatten das Spiel am 18. November 2017 zwischen Greuther Fürth, Erzrivale der Nürnberger, und der zweiten Mannschaft des FC Bayern verfolgt. Das hatte auch Marco R. (43).

Dieser lud nach der Partie ein Banner der Gruppe “Red Munichs 89” in sein Auto und fuhr nach Hause. Die Hooligans folgten ihm aus Fürth bis vor seine Haustür in München. Dort schubsten sie ihn und Nachbarin Elisabeth R., um anschließend auf Marco R. einzutreten.

Ihr Ziel war die Eroberung des Fanbanners. Diese gelten in entsprechenden Kreisen als Trophäe und sind entsprechend begehrt. In der Regel werden sie allerdings ohne Gewalt entwendet und bei anschließenden Partien gegeneinander ausgestellt.

Guten Willen wollten die Hooligans dadurch beweisen, dass sie sich bei ihren Opfern entschuldigten und jeweils 1.000 Euro sowie einen 300-Euro-Gutschein für eine neue Fahne anboten.