Hüllenlos und unverpackt: Netto-Werbung wird scharf kritisiert

Antonia Wallner
Freie Autorin

Immer mehr Supermärkte versprechen, ihre Plastikverpackungen zu reduzieren. Die einfachste Möglichkeit: Gemüse und Obst unverpackt anbieten. Genau das hat Discounter Netto jetzt stolz mit einer neuen Werbekampagne verkündet. Die Models stießen dabei allerdings auf Kritik.

Netto startet eine Werbekampagne für unverpacktes Obst und Gemüse. Die Kunden waren nicht begeistert. (Bild: Getty Images)

Es ist ja eigentlich eine lobenswerte Tatsache, dass Netto-Kunden ab sofort lose Obst- und Gemüsesorten kaufen können. Um das Thema gebührend anzupreisen, versuchte sich der Discounter an einer Werbekampagne mit Humor. Auf den Plakaten und Werbeprospekten sind hüllenlose Models in der Frische-Abteilung zu sehen, die ihre delikaten Stellen mit dem nun lose erhältlichen Gemüse verdecken. So hält sich eine Frau zwei Paprikas vor die Brust und ein Mann bedeckt seinen Schritt mit einem Kopfsalat.

Kunden sind empört

“Wir haben unverpacktes Obst und Gemüse“, lautet die Botschaft dazu. Doch die Kunden finden die Anspielung mit den nackten Models ganz und gar nicht komisch, sondern eher sexistisch. Sie beschweren sich in den sozialen Medien, und werden auch mal deutlich:

Diese Nutzerin fragt sich, welche Kunden Netto da eigentlich im Sinn hatte:

Doch es gibt auch die andere Fraktion, die sich über den mangelnden Humor der “Kleingeister” mokiert:

Immerhin bleibt diese Werbung im Gedächtnis. Und wenn in Zukunft mehr Menschen unverpackt einkaufen, kann man auch über die Nackedeis hinwegsehen.

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