"Ich werde keinen Rassismus dulden": Neu aufgetauchtem Video von Herzogin Meghan

Während die Proteste, die durch den Mord an George Floyd ausgelöst worden sind, andauern, ist jetzt ein Video von Meghan Markle zum Vorschein gekommen, in dem sie über das Thema Rassismus spricht. Das Video wurde 2012, also vor acht Jahren, aufgenommen. Die Herzogin von Sussex war damals 30 Jahre alt und es war lang bevor sie Prinz Harry traf und ihren Sohn Archie auf die Welt brachte.

Meghan Markle sprach in einem jetzt aufgetauchten Video über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus. (Foto: Erase The Hate)

Meghan ließ sich für die ‚” Won’t Stand For...” (Ich werde keinen... dulden)-Kampagne der gemeinnützigen Organisation Erase the Hate filmen. Hier spricht sie detailliert über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus. Sie sagt auch, dass sie hoffe, die Welt werde offener sein, wenn sie eigene Kinder hat.

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„Ich bin Mixed Race. Meine Mutter ist schwarz und mein Vater weiß. Die meisten Menschen können nicht sagen, woraus der Mix genau besteht, und so habe ich mich für einen Großteil meines Lebens wie eine Fliege an der Wand gefühlt“, begann Meghan das Video.

„Und so haben mich einige der Beschimpfungen, die ich gehört habe, oder die wirklich beleidigenden Witze oder die Namen wirklich sehr getroffen.“

Meghan erinnerte sich an den Moment, in dem ihre Mutter Opfer rassistischer Beschimpfungen wurde und welchen Einfluss es auf sie hatte.

„Wisst ihr, vor ein paar Jahren habe ich gehört, wie jemand das N-Wort nach meiner Mutter gerufen hat. Deshalb denke ich, dass es so, wie es in unserem Land und auf auch auf der Welt gerade aussieht, besser sein könnte und sollte, auch abgesehen davon, dass ich persönlich von Rassismus betroffen bin“, fährt sie fort.

Die ehemalige Darstellerin aus der Serie Suits erzählt weiter, dass es ihre Augen wirklich öffnete, als sie LA verließ und begann zu reisen.

Meghan sagte, es öffnete ihr die Augen, nachdem sie ihre “Blase” in LA verließ. (Foto: Getty Images)

„Ich denke das hat mir wirklich die Augen geöffnet, dass immer noch dieselbe Mentalität existiert, von der ich dachte, dass sie so alt sei wie die Zeit, als mein Großvater mit unserer Familie von Cleveland nach LA zog. Damals fuhren sie durchs ganze Land und mussten immer wieder anhalten, um etwas zu essen zu kaufen. Und egal, wo sie anhielten, sie mussten immer zur Hintertür gehen, um Essen für die Familie zu bekommen“, sagt sie. „Wisst ihr, ich dachte, dass so etwas nur damals passieren konnte, aber leider stimmt das nicht.“

„Ich bin sehr stolz auf mein Erbe auf beiden Seiten. Ich bin sehr stolz darauf, wo ich herkomme und wohin ich gehen werde“, schließt Meghan. „Aber ja, ich hoffe, dass wenn ich selbst Kinder habe, die Menschen noch offener für Veränderungen und für die Diversität unserer Welt sein werden. Ich meine, das macht es doch nur noch schöner und viel interessanter.“

Meghan heiratete Prinz Harry am 19. Mai 2018 in Windsor (England). (Foto: Getty Images)

Im November 2018, nur wenige Monate bevor Meghan mit Harry vor den Traualtar trat, brachte ihr zukünftiger Ehemann ein Statement heraus, in dem er deutlich machte, dass immer wieder Grenzen überschritten werden.

„Meghan Markle ist einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen ausgesetzt. Einiges davon ist sehr öffentlich: Die Hasskampagne auf dem Titelblatt einer nationalen Zeitung, der rassistische Unterton in vielen Kommentaren, und der offene Sexismus und Rassismus von Trollen in den Sozialen Medien und in den Kommentarbereichen von Artikeln im Internet“, hieß es in dem Statement. „Prinz Harry sorgt sich um die Sicherheit seiner Frau und ist sehr enttäuscht, dass er sie nicht besser schützen kann.“

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