Im Check: Kreditkarten mit Bonusprogrammen

(Bild: Getty)

Wer eine Kreditkarte sucht, steht einem riesigen Angebot gegenüber. Auch von Apple gibt es seit neuestem eine Karte. Die bietet Rabatte und soll Kunden helfen, ihre Finanzen im Blick zu behalten. Andere Anbieter setzen ebenfalls auf Bonusprogramme. Vergleichen lohnt sich.

Apple kann nun auch Kreditkarten. Seit wenigen Tagen ist die Apple Card in den USA erhältlich. Sie ist eine Erweiterung des Zahlungssystems Apple Pay, sie befindet sich in der der „Apple Wallet“-App und ist auch als physische Version aus Titan erhältlich.

Die neue Karte ist für iPhone-Nutzer kostenlos und soll Anwendern helfen, ihre Finanzen besser im Blick zu haben, indem sie über die App für bestimmte Ausgaben Budgets festlegen. Werden die überschritten, bekommt der Kreditkartenkunde Bescheid. Zusätzlich profitieren Kunden von Sonderkonditionen, wie etwa 3 Prozent Cashback auf Umsätze im Apple-Store und bei iTunes sowie 2 Prozent auf alle weiteren Apple-Pay-Umsätze sowie 1 Prozent Rückerstattung bei Nutzung der physischen Karte.

Die Apple Card ist seit August in den USA erhältlich. (Bild: Apple)

Wann die Karte nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest. Dass sie kommt, scheint aber sicher. Apple Pay-fähige Kreditkarten-Alternativen gibt es bereits jetzt schon in Deutschland, etwa die GenialCard der Hanseatic Bank oder die Visa-Karte der comdirect. Die können zwar nicht mit den Konditionen der Apple Card mithalten, funktionieren aber mit dem iPhone-Bezahlsystem.

Wer nicht gerade nach einer Karte mit Apple Pay sucht, findet auch bei vielen anderen Anbietern Bonusprogramme. Die enthalten oft attraktive Versicherungen, Vorteile beim Reisen, Rabatte beim Shoppen oder Kunden können durch die Nutzung der Karten Punkte für Prämien sammeln.

So bietet die Lufthansa Miles & More Kreditkarte von der Deutschen Kreditbank (DKB) Vielfliegern Vorteile. Mit ihr sammeln Kunden Bonusmeilen. Es gibt sie als Standard-Ausführung und als Gold-Karte. Oft lassen sich Willkommensangebote nutzen, wie derzeit etwa 15.000 geschenkte Meilen, Rabatt im Lufthansa WorldShop sowie Gutscheine für das Mietwagenunternehmen Avis. Ab dem zweiten Jahr liegt die Grundgebühr für die Karte bei 55 Euro.

Rabatte beim Einkaufen bieten zum Beispiel die Amazon Visa Kreditkarte der Landesbank Berlin und die Payback Visa Kreditkarte der Baden-Württembergischen Bank.

Die Amazon-Version ist für Kunden im ersten Jahr kostenlos, ab dem zweiten Jahr werden 19,99 Euro Jahresgebühr fällig - für Prime-Mitglieder bleibt sie kostenlos. Wer die Karte nutzt, sammelt Punkte und bekommt für 100 Punkte jeweils 1 Euro zurück. Mit der Karte gibt es:

-eine Startgutschrift von 30 Euro

-für jeden Einkauf über Amazon.de 3% Bonuspunkte auf jeden vollen Euro

-und 0,5% Bonuspunkte auf alle Zahlungen außerhalb von Amazon je vollem Euro.

Auch die Payback Visa Kreditkarte ist im ersten Jahr kostenlos, ab dem zweiten Jahr beträgt die Jahresgebühr 29 Euro. Die Karte gibt es in drei Versionen. Bei der Nutzung lassen sich Punkte sammeln, die entweder als Geldbetrag oder in Form von Prämien ausgezahlt werden.

Ganz ohne Jahresgebühr kommt die Mastercard Gold der Advanzia Bank aus. Bei ihr gibt es eine Reiseversicherung mit dazu und Kunden können im In- und Ausland kostenfrei Geld abheben. Der Haken: Wer die offenen Beträge nicht pünktlich selbstständig per Überweisung ausgleicht, zahlt 19,94 Prozent Sollzinsen pro Jahr.

Ebenfalls für 0 Euro ist die barclaycard Visa zu haben. Sie bietet zwar keine Reiseversicherung, aber auch mit ihr lässt sich im In- und Ausland kostenfrei Geld abheben. Pünktliche Rückzahlung ist auch bei diesem Modell angesagt, ansonsten fallen 16,99 Prozent Sollzinsen an.

Vom Anbieter American Express gibt es verschiedene Bonusangebote. Etwa die Payback Kreditkarte, mit der sich bei der Nutzung Punkte sammeln lassen, die später in Prämien getauscht werden können. Im Angebot sind außerdem Karten, die beim Autovermieter Sixt oder beim Tanken Vorteile bringen. Auch American Express bietet regelmäßig Willkommensangebote, wie derzeit etwa 2000 Extra-Punkte bei der Payback-Karte. Ab dem zweiten Jahr werden Gebühren für die Karten fällig. Die Kosten liegen je nach Produkt zwischen 30 Euro und 500 Euro.

Exklusiv für seine Mitglieder hält auch der ADAC eine kostenlose Kreditkarte bereit. Zu Preisen von 3,90 Euro bis 9,90 Euro monatlich lassen sich verschiedene Pakete hinzu buchen, wie etwa Reiseversicherungen, Rabatte beim Tanken oder bei Mietwagen.

Grundsätzlich gilt: Auch wenn die Prämien der Kreditkartenanbieter oft verlockend scheinen, sollten Sie Grundgebühren und Zinsen gegenrechnen und erst dann entscheiden, ob sich eine Anschaffung wirklich lohnt. Und: Da Gebühren meist erst im zweiten Jahr anfallen, kann sich zudem ein regelmäßiger Anbieterwechsel lohnen.

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