Instagram-Star: Diese Katze hat das perfekte "Resting Bitch Face“

Ein großes graues Fellknäuel mit gelb-funkelnden Augen, die bis in deine Seele vordringen und sie vor Ehrfurcht erschaudern lassen: der mürrisch aussehende Kater Juno begeistert derzeit hunderttausende Menschen auf Instagram. Aber was ist bloß der Grund für seine finstere Miene?

Juno, Kater und Pet-fluencer (Bild: Instagram/junotheangrycat)

Katzen sind die unangefochtenen Herrscher des Internets. Millionen von Menschen verfolgen die mondänen Abenteuer der grazilen Vierbeiner täglich auf Facebook, YouTube und Instagram. Egal ob sie – absichtlich – etwas umschubsen, den Nachbarhund das Fürchten lehren oder einfach nur muffig drein schauen. Letzteres hat ein Kater aus dem US-Bundesstaat New Jersey nun auf ein neues Level gehoben: Juno sieht einfach permanent aus, als würde er gleich einen cholerischen Anfall bekommen – ein “Resting Bitch Face”, wie es im Buche steht.

Dabei ist der flauschige Juno eigentlich eine gute Seele, wie seine Besitzerin Dominique Teta gegenüber “Metro“ bestätigt: “Er ist ein sehr lieber und entspannter Kater. Er kommt gerne zu Menschen auf den Schoß gekrochen, um sich das Kinn kraulen zu lassen.“

Vielmehr seien seine Gene offenbar der Grund für das mürrische Aussehen des Katers: Juno sei eine Kreuzung aus mehreren asiatischen Katzenrassen. “Uns wurde gesagt, dass seine Mutter eine Himalaya-Katze und sein Vater halb Himalaya- und halb Burma-Katze war“, so die Besitzerin des Katers. Das Ergebnis: ein großes graues Fellknäuel mit gelb-funkelnden Augen.

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Mürrische Katzen als Hit-Garant

Auch wenn Juno in Wirklichkeit ein verschmustes Vorzeige-Haustier ist, sein finsterer Blick scheint bei vielen Menschen einen Nerv zu treffen. Vermutlich kommt Juno deshalb so gut bei Menschen an, weil wir im Alltag oft in Situationen geraten, in denen wir eine ähnliche Laune haben: wenn uns jemand den letzten freien Tisch im Straßencafé vor der Nase wegschnappt, ein Kollege versucht, seine Aufgaben auf uns abzuwälzen oder die Klimaanlage im Zug mal wieder defekt ist.

186.000 Follower hat @junotheangrycat bereits auf Instagram und ist damit auf dem besten Weg zum “Pet-fluencer“, also zu einem Influencer-Haustier, zu werden.

Dass so ein Leben ganz schön lukrativ sein kann, zumindest für die Besitzer des jeweiligen Tieres, zeigt die Erfolgsgeschichte einer ähnlich angefressen aussehenden Katze: Grumpy Cat hat sagenhafte 2,7 Millionen Follower auf Instagram, vertreibt ihre eigenen Fan-Artikel, schreibt Bücher und hat sogar in einem Film über sich selbst mitgespielt. Leider ist die grimmige Internet-Katze inzwischen verstorben, das Geschäft mit den Grumpy-Cat-Artikeln läuft aber munter weiter.

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Petfluencer haben sogar ihre eigenen Agenten, so wie Loni Edwards, die mit Chloe The Minie Frenchie, einer kleinen französischen Bulldogge, auf Instagram durchstartete, bevor diese ebenfalls verstarb. In einem Interview mit Vox verriet Edwards, die inzwischen Inhaberin der Talentagentur “The Dog Agency“ ist, dass tierische Instagram-Stars pro Post zwischen mehreren hundert (bei über 100.000 Followern) und mehreren tausend (bei über 1 Million Followern) Dollar einbringen.

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Wer es im Leben darauf anlegt, reich und berühmt zu werden, sollte also vielleicht weniger Zeit mit Bewerbungen verbringen und mehr in Tierheimen und auf der Haustier-Rubrik von eBay Kleinanzeigen.

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