iOS 15: Apple macht FaceTime zum "Zoom"- und "Teams"-Konkurrenten

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Künftig lassen sich via Apples Videocall-Dienst FaceTime auch Medieninhalte gemeinsam konsumieren. (Bild: Apple)
Künftig lassen sich via Apples Videocall-Dienst FaceTime auch Medieninhalte gemeinsam konsumieren. (Bild: Apple)

Apple stellte zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC 2021 neue Versionen seiner Betriebssysteme vor. Auffällig dabei war vollem die Aufwertung von FaceTime. Und: Siri geht künftig fremd.

Zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2021 hat Apple am Montagabend in einer fast zwei Stunden dauernden Online-Keynote zwar keine neue Hardware, dafür iOS 15, iPadOS 15 und MacOS Monterey vorgestellt. Die nächsten Versionen der mobilen und stationären Betriebssysteme werden aller Voraussicht nach im September zum Download zur Verfügung stehen. Sie versprechen mehr Produktivität und Kontrolle, sollen aber auch Verbesserungen der wichtigsten Apps bringen - unter anderem Fotos, Kamera, Wallet, Wetter, Notizen und Health.

Die deutlichsten Änderungen erfahren allerdings die Messenger- und die FaceTime-App. Letztgenannter Videochat-Dienst wird von Apple zur "Zoom"-, "Skype"- und "Teams"-Alternative aufgewertet, indem er erstmals per Browser auch für Windows- und Android-Nutzer zugänglich wird. Die Einladungen zu Videocalls lassen sich einfach per Link verschicken und auf bestimmte Uhrzeiten begrenzen, was ebenfalls neu ist.

Der FaceTime-Party-Modus

Apple-Nutzern vorbehalten sein wird jedoch die Möglichkeit, über FaceTime gemeinsam Filme und TV-Serien zu schauen, Musik zu hören oder Apps zu nutzen. Das sogenannte SharePlay funktioniert nicht nur bei den Apple-Apps TV und Musik, sondern kann auch von bereits bestätigten Drittanbietern wie Disney+ oder TikTok über eine Schnittstelle unterstützt werden. Ebenfalls neu: räumlicher Klang während der FaceTime-Anrufe bei optionaler Geräuschunterdrückung von störenden Hintergrundgeräuschen sowie die Bildschirmfreigabe.

Siri geht fremd

Auch die Sprachsteuerung Siri soll Systemgrenzen hinter sich lassen und künftig auf Geräten wie Lautsprechern oder smarten Wetterstationen von Drittherstellern laufen. Darüber hinaus verspricht Apple, dass auf neueren iPhones und iPads die Spracherkennung künftig On-Device stattfinden wird. Bedeutet: Das Audiomaterial von Siri-Anfragen wird direkt auf dem Gerät verarbeitet und nicht mehr anonymisiert über eine Internet-Verbindung an Apple-Server geschickt. Das soll Sicherheit und Leistung spürbar verbessern.

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