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Iran begnadigt zwei inhaftierte Franzosen und lässt sie frei

Iran begnadigt zwei inhaftierte Franzosen und lässt sie frei

Zwei im Iran inhaftierte französische Staatsbürger sind freigelassen worden. Der 37-jährige Benjamin Brière, durch einen Hungerstreik stark geschwächt, war im Mai 2020 unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen worden. Der 64-jährige Bernard Phelan wurde seit Oktober 2022 wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit festgehalten.

Der Iran hat in den vergangenen Jahren mehrere Ausländer mit dem Vorwurf der Spionage oder anderer Verstöße gegen die nationale Sicherheit inhaftiert.

Bernard Phelan, der französisch-irische Staatsbürger ist, wurde erst in diesem Jahr zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Er wurde nun aus "humanitären Gründen" freigelassen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach auf Twitter von einer Erleichterung. Man werde sich auch für die Freilassung der weiteren im Iran inhaftierten Franzosen einsetzen.

Die iranische Botschaft in Irland sprach in einem Tweet, den das Außenministerium in Teheran weiterverbreitete, von "konstruktiven diplomatischen Bemühungen", die zu der Begnadigung und Freilassung Phelans geführt hätten.

Der 64-jährige Phelan wurde laut seiner Familie Anfang Oktober festgenommen, als er auf einer Bildungsreise in der Stadt Maschhad war. Die Polizei bezichtigte ihn, eine verbrannte Moschee und die Polizei fotografiert zu haben. Später wurde dem Mann vorgeworfen, "Propaganda gegen den Staat" verbreitet und Bilder an eine britische Zeitung geschickt zu haben. Angelastet wurde ihm auch, Teile einer alten Keramik genommen zu haben. Phelan hatte alle Vorwürfe abgestritten.

Seiner Familie zufolge hatte sich Phelans Gesundheitszustand seit seiner Festnahme deutlich verschlechtert. Er habe erhebliche Herzprobleme, ein hohes Risiko für Schlaganfall und Nierenversagen, und leide wegen Problemen mit den Knochen unter chronischen Schmerzen.

Benjamin Brière wurde im Mai 2020 festgenommen, nachdem er mit einer Drohne in einem Naturpark fotografiert hatte. Dabei handelte es sich nach iranischen Angaben um ein Sperrgebiet.