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"Irgendwie habe ich meine Meinung geändert"

Robert Lewandowski gehört zu den besten Mittelstürmern seiner Generation, traf in 726 Spielen auf Vereinsebene unglaubliche 544 Mal. Stets war er bisher dabei für seinen Ehrgeiz, aber auch für seine Verbissenheit bekannt.

Für Kritiker steckte zu viel Söldner und Maschine in ihm, während seine menschliche Seite zu kurz gekommen sei. Seit seinem Wechsel habe sich das nun aber ziemlich drastisch geändert, wie der 35-Jährige in der Sport Bild erklärte.

„Vor Barcelona war ich ein wenig wie eine Maschine, hier bin ich mehr ein Mensch geworden“, offenbarte der polnische Nationalspieler, der sich in der katalanischen Hauptstadt wohl fühlt und deswegen auch keine Gedanken an einen Wechsel nach Saudi-Arabien verschwendet.

„Irgendwie habe ich meine Meinung geändert nach dieser Pause“

„Daran denke ich jetzt nicht einmal. Ich bin super glücklich in Barcelona, auf dem Spielfeld, in der Stadt, mit meiner Familie. Als Mensch bin ich glücklich“, so Lewandowski, der laut Transfer-Experte Fabrizio Romano Angebote von Saudi-Klubs hatte, aber nie mit ihnen verhandelt habe. Stattdessen sei es durchwegs seine Priorität gewesen, mit Barca auch in dieser Saison die Meisterschaft in La Liga zu gewinnen.

Und auch ein Wechsel in die MLS, um die Karriere ausklingen zu lassen, sei für Lewandowski - entgegen früherer Pläne - aktuell nicht mehr geplant. „Vor der Corona-Pandemie war dieser Gedanke fest in meinem Kopf. Aber irgendwie habe ich meine Meinung geändert nach dieser Pause“, so der Ex-Bayern-Stürmer, der betonte: „Nach dem Kapitel Barcelona ist das nur schwer vorstellbar.“

„Es geht darum, Erinnerungen mitzunehmen, jeden Moment, jeden Sieg im Kopf zu speichern“, fuhr Lewandowski fort, der seine restliche Zeit auf der großen Fußballbühne wohl einfach nur noch genießen möchte - was er früher mit Hinblick auf seine Verbissenheit und Rekordjagd wohl nicht vollständig tat.

„Rekorde zu brechen ist nicht mehr mein Hauptfokus“

„Rekorde zu brechen ist nicht mehr mein Hauptfokus“, verriet Lewandowski, der jedoch klarstellte: „Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich will weiterhin maximale Erfolge erzielen und Tore schießen. Aber ich bin nicht mehr so verbissen, wie ich es früher war.“

„Das Wichtigste ist, dass ich meiner Mannschaft zum Sieg verhelfen und die Spiele genießen kann“, sagte Lewandowski über seine aktuellen Prioritäten in der Endphase seiner aktiven Karriere. „Es sind meine letzten Jahre im Fußball, zwei, vielleicht drei.“