Italienisches Dorf versank vor fast 80 Jahren – 2021 könnte es wieder auftauchen

Anna Rinderspacher
·Lesedauer: 1 Min.

Das mittelalterliche Dörfchen Fabbriche di Careggine ereilte 1947 ein ähnliches Schicksal wie die mythische Stadt Atlantis: Es versank im Wasser.

Das mittelalterliche Dorf wurde 1947 überflutet. (Bild: Getty Images)
Das mittelalterliche Dorf wurde 1947 überflutet. (Bild: Getty Images)

Es ist ein ebenso faszinierender wie unheimlicher Anblick: aus den Tiefen des Lago di Vagli in der Toskana ragen steinerne Hausfassaden empor, die Spitze eines Kirchturms ist klar zu erkennen. Denn dort, in den Wassern des Stausees, versank vor fast 80 Jahren das mittelalterliche Dörfchen Fabbriche di Careggine.

Einst gab die kleine Gemeinde Fabrikarbeitern aus dem Eisengewerbe ein Zuhause, doch dann musste sie weichen, um die Errichtung des Stausees zu ermöglichen. Fabbriche di Careggine wurde 1947 geflutet.

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Rückkehr zur Oberfläche

2021 könnte jedoch ein frischer Wind durch die verlassenen Ruinen des Dorfes wehen – im wahrsten Sinne: Auf Facebook hat die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters von Fabbriche di Careggine angekündigt, dass man das Dorf im neuen Jahr bergen werde. "Im Jahr 2021 werden die alten Ruinen von Fabbriche di Careggine wieder aus dem Wasser auftauchen und dieses Auftauchen des versunkenen Dorfes wird endgültig sein." Der Staudamm-Betreiber soll dieses Vorhaben bestätigt haben.

Sollte an diesen Gerüchten etwas dran sein, dürfte das italienische Atlantis jede Menge Touristen in die Region locken. So war es zumindest 1994, als der Stausee in der Toskana zuletzt zur Instandhaltung geleert wurde; Besucher konnten zwischen den alten Steinhäusern umherwandern sowie eine Brücke, den Friedhof und die Kirche erkunden. Knapp eine Millionen Menschen sollen das versunkene Dorf nach Angaben der Gemeinde Dove damals besucht haben.

VIDEO: Dieses Dorf ist im Begriff zu verschwinden