Japanisches Hotel bietet Zimmer für 1 Euro an – es gibt aber einen Haken

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Wer auf seiner Japan-Reise an der Nordküste der Insel Kyushu Halt machen will, kann in der Stadt Fukuoka extrem günstig übernachten. 130 Yen oder umgerechnet etwas mehr als einen Euro kostet die Übernachtung in Zimmer Nummer 8. Der wahre Preis liegt in der Aufgabe der Privatsphäre.

Die Stadt Fukuoka ist einen Besuch in jedem Fall wert. (Bild: Getty Images)

Die Stadt Fukuoka in der gleichnamigen japanischen Präfektur ist bekannt für seine alten Tempel, schönen Strände und großen und modernen Einkaufszentren. Grund genug für einen Besuch, der zudem besonders erschwinglich ist. Im Hotel Business Ryokan Asahi, das nur 15 Gehminuten vom Shopping- und Ausgehviertel Tenjin entfernt liegt, gibt es ein Zimmer, das pro Nacht nur etwas mehr als umgerechnet einen Euro kostet. Nicht nur unter der Woche und außerhalb der Saison, sondern immer.

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Wer übernachtet, ist live auf dem hoteleigenen YouTube-Kanal zu sehen

Doch wie kann das sein? Nicht umsonst, so viel steht fest. Denn das spartanisch eingerichtete Zimmer verfügt über ein Extra, das zumindest gewöhnungsbedürftig ist: Ein PC mit Kamera, die den gesamten Raum abdeckt und alles, was in Hotelzimmer Nummer 8 passiert, auf den hoteleigenen YouTube-Kanal livestreamt.

Wie das aussieht? Hier geht’s zum Stream:

Bitte nicht blankziehen

Allerdings gilt das nur für das Bild, der Ton wird nicht übertragen. Wer in dem Zimmer übernachten will, wird zudem vom Personal darauf hingewiesen, dass er oder sie doch bitte bekleidet bleiben möge. Dusche und WC befinden sich nicht im Zimmer, sondern auf dem Gang, wo sie auch von anderen Hotelgästen benutzt werden.

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Ob das Zimmer so von mehr Gästen gebucht wird?

Gegenüber der Website "soranews24.com" teilte das Hotelmanagement auf Nachfrage mit, das Hotelzimmer 8 sei in der Vergangenheit am wenigsten oft gebucht worden, weshalb man potenziellen Gästen einen Anreiz habe schaffen wollen. Wer das Zimmer buchen wolle, könne das Hotel direkt kontaktieren und nach dem "hyakusanjuen no heya" fragen. Ob die Taktik aufgegangen ist und wenn ja, wie schräg oder eben nicht die eingebuchten Gäste waren, geht leider nicht aus dem Artikel hervor.

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