Jochen Schropp: Warum der Moderator sich für SOS-Kinderdörfer einsetzt

Jochen Schropp (43) hat selbst eine Jugend hinter sich, in der ihm Orientierung nicht immer leicht fiel. Daher ist es dem Moderator ('Promi Big Brother') ganz besonders wichtig, anderen dabei zu helfen, zu sich selbst zu finden. In SOS-Kinderdörfer bietet er jungen Menschen Unterstützung an.

"Hilfe von außen ist Gold wert"

"Als ich selbst noch nicht so richtig wusste, wo die Reise hingeht, welche sexuelle Orientierung ich habe, hatte ich niemanden um mich herum", erinnerte sich der Star im Interview mit der Hilfsorganisation. Dabei wäre Unterstützung im Umfeld so wichtig für ihn gewesen, glaubt er: "Es ist verwirrend genug, wenn man selbst nicht weiß, wer man ist und da ist Hilfe von außen einfach Gold wert." Seine Selbstfindung wurde ihm durch andere erschwert: " Ich bin als Jugendlicher außerdem von unterschiedlichen Jungs-Gruppen gemobbt worden. Insofern war es für mich dann nach einiger Zeit klar, dass es ein Problem und falsch wäre, homosexuell zu sein." Ein Vorbild, da ist Jochen Schropp sich sicher, hätte alles einfacher gemacht. "Ich habe einfach zu viel Zeit gebraucht, um Hilfe anzunehmen."

Jochen Schropp will, dass Randgruppen gehört werden

Dabei sind oft schon kleine Dinge, die einen Unterschied machen, glaubt Jochen Schropp: "Ich glaube, wir machen uns immer viel zu viele Gedanken darum, was alles falsch laufen könnte. Wenn wir uns öfter oder schneller jemandem anvertrauen würden, dann wäre die Reise nur halb so wild." Das können Freund*innen oder Familie oder auch Beratungsstellen sein. Generell sollte Randgruppen einfach mehr zugehört werden. Seit 15 Jahren arbeitet er jetzt bereits mit den SOS-Kinderdörfern zusammen, deren Engagement ihn begeistert: "Die (Helfer*innen) haben ja teilweise ihre eigenen Familien und trotzdem geben sie den Kindern, um die sie sich kümmern dürfen, so viel Liebe und legen so ein Engagement an den Tag." Zudem gebe es Hilfsangebote für in Not geratene Familien — Grund genug für Jochen Schropp, seine Unterstützung auch nach 15 Jahren weiterzuführen.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

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