Joe Biden bringt eine alte Tradition zurück ins Weiße Haus - und zugleich eine kleine Neuerung

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 5 Min.

Mit dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl gibt es für den Großteil der Amerikaner einiges zu feiern - unter anderem das Ende von Donald Trumps Amtszeit und die erste Vizepräsidentin der Geschichte des Landes. Tierfreunde zelebrieren auf Twitter außerdem eines: Die Rückkehr von Hunden ins Weiße Haus - und ein wichtiges Zeichen, das auch hier gesetzt wird.

WILMINGTON, DELAWARE - NOVEMBER 07:  President-elect Joe Biden and his wife, Dr. Jill Biden, wave to supporters after addressing the nation from the Chase Center November 07, 2020 in Wilmington, Delaware. After four days of counting the high volume of mail-in ballots in key battleground states due to the coronavirus pandemic, the race was called for Biden after a contentious election battle against incumbent Republican President Donald Trump. (Photo by Andrew Harnik-Pool/Getty Images)
Joe Biden und seine Frau Dr. Jill Biden ziehen demnächst ins Weiße Haus ein - mit tierischer Begleitung (Bild: Andrew Harnik-Pool/Getty Images)

Hunde haben im Weißen Haus eine lange Tradition. Ronald Reagan, Bill Clinton, George W. Bush - sie alle regierten mit mindestens einem Vierbeiner an ihrer Seite. Barack Obama machte kurz nach seinem Amtsantritt das Versprechen an seine Töchter wahr und holte den Portugiesischen Wasserhund Bo ins Weiße Haus, zu dem sich später Artgenosse Sunny gesellte. Franklin D. Roosevelts Hund war seinerzeit so berühmt, dass es sogar einen Comic über den kleinen Terrier gab.

WASHINGTON - MARCH 15:  U.S. President Barack Obama greets his dog Bo outside the Oval Office of the White House March 15, 2012 in Washington, DC. Obama spoke today at Prince Georges Community College about energy.  (Photo by Martin H. Simon-Pool/Getty Images)
Hund im Weißen Haus - das hat Tradition: Barack Obama mit "First Dog" Bo im Jahr 2012 (Bild: Martin H. Simon-Pool/Getty Images)

Trump brach mit einer alten Tradition

Tatsächlich war Donald Trump der erste Präsident seit über einem Jahrhundert, der ohne Hund im Weißen Haus wohnte, wobei selbst William McKinley zwar keine Hunde hatte, dafür aber Katzen, Papageien und sogar einen Hahn. Dass Trump mit der tierischen Tradition brach, ist ein Umstand, der aus politischer Sicht zwar keinen Unterschied macht. Doch Tierfreunden fehlte in seinen vier Jahren Amtszeit doch stets etwas.

Biden gewinnt die US-Wahl: Die Reaktionen im Netz

Mit seinem Nachfolger Joe Biden wird diese Lücke nun gleich doppelt gefüllt: Die beiden Schäferhunde Champ und Major beziehen zusammen mit ihm und seiner Ehefrau Jill das berühmte Domizil des Präsidenten und versetzen Twitter damit in Freudenstürme.

Twitter feiert die “First Dogs”

Der Twitter-Account “We Rate Dogs”, der Hunde bewertet und ihnen - weil Hunde jenseits der Regeln der Mathematik einfach so großartig sind - keinem jemals weniger als 12 von 10 Punkten gibt, stellte die beiden denjenigen vor, die sie noch nicht kannten. Dabei wies er darauf hin, dass der zwölfjährige Champ bereits an Bidens Seite war, als dieser unter Obama noch Vizepräsident der USA war.

Das sind Major und Champ. Sie sind die Hunde von Joe Biden und Dr. Jill Biden. Champ war schon einmal im Weißen Haus, aber Major noch nicht. Champ kann es kaum erwarten, ihm alles zu zeigen. Beide kriegen 14/10 Punkten.

Andere User gratulierten den “First Dogs” oder ließen das stellvertretend ihre eigenen Tiere übernehmen.

Die First Dogs Major und Champ. Sehr brave Jungs.

Wir freuen uns, Major und Champ im Weißen Haus zu sehen.

Tyson kann wieder ruhig schlafen in dem Wissen, dass es wieder Hunde im Weißen Haus gibt.

Selbst die “Demokatzen” freuen sich für die beiden Schäferhunde, wie dieser Twitter-User beweist:

Erstmals ein Tierheim-Hund im Weißen Haus

Mindestens genauso viel Grund zur Freude wie die Tatsache allein, dass es überhaupt wieder “First Dogs” gibt, ist die kleine Premiere, die Major bedeutet. Denn mit ihm zieht zum ersten Mal ein Tierheim-Hund ins Weiße Haus ein.

Während die Bidens Champ im Jahr 2008 von einem Züchter holten, adoptierten sie Major zehn Jahre später über die Delaware Humane Association, die herrenlose Hunde vermittelt.

Wir sind so stolz auf unseren Besitzer Joe Biden, der erste Präsidentschaftskandidat, der 75 Millionen Stimmen erzielt hat. Aber Major erzielt einen eigenen Rekord als erster Tierheim-Hund, der je im Weißen Haus leben wird. Wir werden den ganzen Tag spielen und jede Menge Leckerlis bekommen.

Major wird der erste Tierheim-Hund im Weißen Haus. Danke an Präsident Joe Biden und die First Lady Jill Biden, dass ihr mit gutem Beispiel voran geht!

Joe Bidens Schäferhund Major wird der erste Tierheim-Hund im Weißen Haus und inspiriert damit Tierheim-Schäferhunde auf der ganzen Welt, mit großen Träumen auf den Horizont zu blicken.

In den Augen vieler Twitter-User ist diese Tatsache durchaus ein wichtiges Zeichen, das auch andere Tierliebhaber dazu inspirieren könnte, sich ihren nächsten vierbeinigen Freund aus dem Tierheim zu holen.

In jedem Fall herrscht Freude darüber, dass eine alte und vor allem schöne Tradition wieder in die US-Präsidentschaft zurückgekehrt ist.

Video: Auch Bidens Wahlsieg an sich wird gefeiert - mit Freudentänzen vor dem Weißen Haus