So viel verdient Jürgen Klopp mit Werbung

Moritz Piehler
·Freier Autor

Jürgen Klopp ist nicht nur der König der Premier League, er ist auch der König der Werbewelt. Kein anderer Trainer hat so lukrative Verträge und lässt sich so gut verkaufen.

Mit diesem patentierten Lachen lässt sich momentan so gut wie alles verkaufen. (Bild: Reuters/Ed Sykes)
Mit diesem patentierten Lachen lässt sich momentan so gut wie alles verkaufen. (Bild: Reuters/Ed Sykes)

Jürgen Klopp ist allgegenwärtig. Obwohl der Kult-Trainer mittlerweile seit mehr als fünf Jahren nicht mehr in der Bundesliga aktiv ist, kann man dem berühmten Klopp-Grinsen kaum entgehen. Und das liegt nicht nur daran, dass er mit dem FC Liverpool überaus erfolgreich ist und nicht nur die Champions League, sondern sogar auch die lang ersehnte Meisterschaft an die Merseyside holen konnte. Klopp ist Everybody’s Darling und das schlägt sich auch in seiner Werbepräsenz nieder.

Die Liste an von Klopp beworbenen Produkten ist über die Jahre lang geworden. Angefangen von bescheidenen Werbeverträgen für Brandt Mini-Kekse, über Automarken wie Seat und Biersorten von Warsteiner bis Erdinger: Was “Kloppo” bewirbt, verkauft sich gut. Denn das Image, das ihn als Trainer so beliebt macht, ist auch für Marketingzwecke ideal. Klopp ist erfolgreich aber bodenständig. Er ist selbstbewusst, nimmt sich selber aber auch gerne mal auf die Schippe. Und er hat immer einen flotten Spruch auf Lager. Während viele Fußballprofis eher unbeholfen durch ihre Werbeclip-Auftritte stolpern, ist der 53-Jährige der Traum jeder Agentur.

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Klopp ist das neue “Made in Germany”

Momentan bewirbt der Ex-Mainzer neben dem besagten Weißbier unter anderem Opel, die VR-Bank, die Deutsche Vermögensberatung und Sky TV. Zur EM wird Klopp dazu Werbefigur für Snickers Schokoriegel. Das lohnt sich auch finanziell. Denn neben seinem Liverpooler Jahresgehalt von 16 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 18 Millionen Euro) kommen durch seine Werbe-Deals noch einmal gut siebeneinhalb Millionen Euro pro Jahr dazu, wie das französische Fußballmagazin France Football jetzt enthüllte. Da hat man schon mal gut Lachen.

Sein PR-Berater Marc Kosicke sagt gegenüber der Daily Mail, er würde noch deutlich mehr Angebote für Klopp bekommen, die er ablehne. Neben der Werbepräsenz, die in erster Linie deutsche Produkte vermarktet, hält sich Klopp allerdings aus der Öffentlichkeit fern. Er ist nicht auf den sozialen Medien unterwegs und gibt so gut wie nie Gastauftritte in britischen TV-Shows. Dafür ist er aber bekanntermaßen großzügig mit Spenden und unterstützt über die Initiative “Common Goal” wohltätige Projekte in Erfurt, Liverpool und in Kapstadt. Mitglieder von “Common Goal” verpflichten sich dazu, ein Prozent ihres Gehaltes an Partnerprojekte auf der ganzen Welt zu spenden.

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