Justin Bieber hat Borreliose – diese Symptome sollte jeder kennen

Ein müder Gesichtsausdruck und eine gerötete unreine Haut: So wurde Sänger Justin Bieber in den vergangenen Monaten öfter abgelichtet. Schuld an seinem Zustand seien jedoch keine Drogen oder ein anderwärtig ungesunder Lebensstil, wie Bieber nun auf Instagram schrieb; vielmehr sei der 25-Jährige an Borreliose erkrankt. Was ihr über die Krankheit wissen müsst.

Immer wieder war über den Gesundheitszustand von Justin Bieber spekuliert worden. (Bild: Getty Images)

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die vorwiegend das Nervensystem, die Gelenke oder das Herz befällt. Hervorgerufen wird die Krankheit von Bakterien, die insbesondere von Zecken übertragen werden. In Deutschland erkranken jährlich zwischen 60.000 und 200.000 Menschen an Borreliose, die auch Lyme-Krankheit genannt wird.

Woran erkennt man Borreliose?

Als typisches und deutlichstes Anzeichen einer Borrelien-Infektion gilt die sogenannte Wanderröte: eine kreisrunde Hautirritation, die häufig in nächster Nähe des Zeckenbisses auftritt. Innerhalb der ersten Wochen nach dem Biss können zudem grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, erhöhte Temperatur, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Nachtschweiß auftreten. Unbehandelt, kann die Infektion auch die Gehirnfunktionen beeinträchtigen.

Nach Lyme-Borreliose-Diagnose: Avril Lavigne unterstützt Justin Bieber

Borreliose lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Immer wieder wird jedoch über Krankheitsfälle berichtet, in denen die Beschwerden chronisch werden – das ist offenbar bei Justin Bieber der Fall.

Wie Justin Bieber seinen 124 Millionen Fans in seinem Instagram-Post versichert, ist er aber bereits auf dem Weg der Besserung. Ob es tatsächlich eine Langzeit-Form der Borreliose gibt, ist unter Ärzten umstritten.

Diese Stars haben ihre Borreliose-Erkrankung öffentlich gemacht

Auch die Sängerinnen Avril Lavigne und Shania Twain sowie Model Bella Hadid, ihr Bruder Anwar und ihre Mutter Yolanda Hadid leiden nach eigener Aussage an Borreliose. Allerdings ist die Krankheit nicht erblich und kann auch nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Dass mehrere Mitglieder einer Familie daran erkranken, liegt also vermutlich daran, dass sie dieselben Lebensumstände haben und diese ein erhöhtes Risiko eines Zeckenbisses bergen.

Gesundheit: Wie gefährlich ist die Borreliose?

Am häufigsten treten Zecken in warmen, trockenen Gebieten auf und der Klimawandel begünstigt ihre Existenz in Deutschland leider zunehmend: in Südwestdeutschland soll es 2018 mehr als doppelt so viele der Krabbeltiere gegeben haben als im Vorjahr. Zudem sind die Tiere nun nicht mehr nur saisonal sondern ganzjährig aktiv: ab einer Temperatur von 8 Grad sollte man sich in der Nähe von Gebüschen, auf Wiesen und in Wäldern in Acht nehmen.