Können wir es uns künftig noch erlauben, in ein Flugzeug zu steigen?

Uschi Jonas
Können wir es noch verantworten zu fliegen?

Die Sonne strahlt beim Blick aus dem milchigen Fenster so hell, dass es fast schon in den Augen schmerzt, weiter unten eine weiße Decke, die so weich wirkt als sei sie aus Watte. Hin und wieder erlaubt eine Lücke im Wolkenmeer einen Blick auf spielzeuggroße Häuser, Straßen und Autos.

Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden und Schnelligkeit – all das assoziieren Menschen mit dem Fliegen.

Bis vor einigen Jahren war Vielfliegen ein Privileg für die Elite der Gesellschaft, inzwischen ist es so normal normal wie Auto- oder Zugfahren.Am bislang flugreichsten Tag der Geschichte hoben am 29. Juni diesen Jahres weltweit 202.157 Flugzeuge ab.

Aber zu welchem Preis?

Zu lange haben wir ignoriert, wie schädlich Fliegen für die Umwelt ist. Rund fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen sind auf den Luftverkehr zurückzuführen, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) berichtet. Neben Kohlenstoffdioxid tragen Flugzeuge auch Stickoxide und Wasserdampf in hohe Luftschichten, die den Treibhauseffekt fördern.

Zum Hintergrund erklärt das Umweltbundesamt:

Flugreisen sind die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen. Ein Flug von Deutschland in die USA, nach Afrika, Asien oder Australien verursacht eine Klimawirkung von mehreren Tonnen CO2.

Neben dem CO2-Ausstoß entstehen beim Verbrennen von Kerosin auch Substanzen wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf. Und die tragen zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Die Stoffe bauen sich in der Höhe langsamer ab und breiten sich dadurch stärker aus als am Boden – das verstärkt den Treibhauseffekt noch. Die klimaschädlichen Auswirkungen sind dabei zwei bis fünf Mal höher als die durch Kohlenstoffdioxid.

Also was tun? Kann es einen Weg geben, dass wir weiterhin in Flugzeugen sitzen und damit nicht die Umwelt zerstören?

Fliegen ist die effektivste Form, um die Ökosphäre zu zerstören

Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech von der Universität Siegen hat darauf im Gespräch mit der HuffPost eine klare...

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