Kälte kann dein Gehör schädigen – so schützt du deine Ohren im Winter

Die meisten von uns kennen es: Husten und Erkältungen machen uns den Winter über immer wieder zu schaffen. Was viele aber vielleicht nicht wissen: Das kalte Wetter kann auch das Gehör schädigen.

Wenn die Temperaturen sinken, können Ohrenschützer dein Gehör schützen. (Symbolbild: Getty)

Wenn man bei eisigen Temperaturen draußen ist, kann es nicht nur zu Ohrenschmerzen kommen. Die Kälte kann auch vorübergehend das Gehör beeinflussen. Zum Glück gibt es aber einige Produkte, die helfen, wenn die Temperaturen kontinuierlich fallen.

„Bei kaltem Wetter kommt es häufiger zu Problemen, da sich Ohrenschmalz im Gehörgang verhärtet“, sagt Paul Jackson, Leiter der Audiologie bei Bayfields Opticians and Audiologists, gegenüber Yahoo UK „Das kann sich unangenehm anfühlen und sogar Tinnitus zur Folge haben. In schweren Fallen kann es tatsächlich auch zum Verlust des Gehörs führen.“

Ohrenschmalz zieht Staub und andere winzige Partikel an, damit diese nicht bis zum Trommelfell gelangen, wo sie Schäden anrichten können. Normalerweise ist Ohrenschmalz weich, aber ein Temperatursturz kann dazu führen, dass er hart und weniger “beweglich” wird. So kann er gegen den Gehörgang drücken, wodurch es zu Schmerzen und sogar Tinnitus kommen kann, wodurch man ein Klingeln, Rauschen oder Zischen vernimmt, ohne dass es dafür eine externe Geräuschquelle gibt. Eine Ansammlung von Ohrenschmalz kann außerdem dazu führen, dass Geräusche nicht mehr im Mittelohr ankommen, wodurch man vorübergehend „taub“ wird. „Das passiert in der Regel, wenn die Temperatur auf etwa 3°C oder 2°C fällt“, sagt Jackson.

Möglichkeiten, sich zu schützen

Die guten Nachrichten sind, dass die tiefen Temperaturen nur sehr selten bleibende Schäden anrichten. Es gibt außerdem einfache Möglichkeiten, sich zu schützen.

„Haltet eure Ohren bedeckt“, sagt Dr. Jackson. „Wir denken uns nichts dabei, Handschuhe oder einen Schal zu tragen, aber eine Ohrenbedeckung macht einen großen Unterschied für unsere Ohren.“

„Wenn es richtig eisig ist, tragt Ohrenschützer, um das Ohr und den Gehörgang warm zu halten. Das hilft unseren Ohren wirklich, wenn sie extremen Temperaturen ausgesetzt sind.“

Man kann außerdem Problemen vorbeugen, indem man den Ohrenschmalz mit Ohrentropfen oder sogar Olivenöl weich hält. Obwohl die Flasche Olivenöl im Küchenschrank ihren Zweck erfüllen wird, empfiehlt Jackson ein spezielles Spray. „Olivenöl zum Sprühen kann man einfacher in das Ohr geben”, sagt er. „Und der Nebel ist sehr fein, so dass das Öl nicht das Ohr verstopft.“

Jackson empfiehlt, zwei- bis dreimal die Woche Tropfen oder ein Spray zu nutzen, wenn die Temperaturen besonders eisig sind. Wenn sich die Symptome nicht innerhalb von sieben bis zehn Tagen verbessern, solltest du bei deinem Haus- oder Ohrenarzt vorstellig werden. „Dieser kann eventuell vorhandene Ansammlungen von Schmalz entfernen und das Ohr auf Infektionen oder Entzündungen untersuchen“, sagt Jackson.

Alexandra Thompson