So kann die neue Netflix-Serie “Aufräumen mit Marie Kondo” auch dir zu einem organisierten 2019 verhelfen

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Marie Kondo begeistert weltweit mit ihrem Ordnungskonzept. (Bild: Getty Images)

Auf Netflix wird die erste Staffel der Serie “Aufräumen mit Marie Kondo” ausgestrahlt. In acht Folgen hilft die professionelle Aufräumerin Menschen dabei, Klarschiff in ihren Häusern zu machen und endlich auch dauerhaft ordentlich zu bleiben.

Die Aufräum-Expertin Marie Kondo ist keine Unbekannte: Ihr Buch “Magic Cleaning” wurde 2001 zum Bestseller und in 27 Sprachen übersetzt. Mittlerweile hat sie über zehn Millionen Bücher verkauft. Der Nachname der Japanerin wird in den USA inzwischen sogar als Verb für das Aufräumen des Kleiderschranks benutzt. Es wird schnell klar: Von dieser Frau kann man sich in Sachen Ordnung einiges abgucken – und das hat jetzt auch Netflix erkannt.

In “Aufräumen mit Marie Kondo” kann die Expertin nun auf dem Streamingportal in acht Folgen beim Entrümpeln von US-amerikanischen Haushalten beobachtet werden. Thematisch wird dabei einiges abgedeckt: Familien mit Kleinkindern suchen ihre Hilfe ebenso wie Menschen, die sich verkleinern wollen oder nach dem schmerzlichen Verlust eines Partners persönliche Gegenstände ausmisten müssen. Dementsprechend fließen in der Serie viele Tränen.


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Kondo hegt ein regelrechtes Faible für Ordnung: Je größer das Chaos, desto intensiver ihr Tatendrang. Auf Japanisch verkündet sie zu Beginn der Serie, dass ihre Mission darin bestünde, auf der ganzen Welt Freude durch Aufräumen zu entfachen. An ihrer Seite befindet sich stets eine Dolmetscherin, um zwischen ihr und den Teilnehmern der Serie zu vermitteln.

Einflüsse des Shintoismus

Die Ansätze der Expertin mögen auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen: So begrüßt sie zunächst jedes Haus mit geschlossenen Augen, bedankt sich bei den Gegenständen, die im Müll landen und weckt Bücher vor dem Sortieren durch ein Klopfen auf. Wie die “Frankfurter Rundschau” schreibt, hängen diese Methoden mit der japanischen Religion Shintoismus zusammen, in der auch Dingen ein Geist zugesprochen wird. Als Teenager arbeitete Kondo in einem Shinto-Heiligtum als Hilfspriesterin.

Beim Aufräumen geht Kondo nach einem bestimmten Muster vor und unterteilt den Haushalt in fünf Kategorien: Kleidung, Bücher, Papiere, Komono und Erinnerungsstücke. Komono steht für alles Sonstige, so zum Beispiel für Küche, Bad und Garage.

Emotionales Aussortieren

Eine große Rolle spielt beim Kondo’schen Prinzip stets das persönliche Empfinden. Beim Ordnen des Kleiderschrankes soll die komplette Kleidung auf einen Haufen geworfen und anschließend schlicht darauf kontrolliert werden, ob sie den Besitzer glücklich macht oder nicht. Alles, was kein Glück hervorruft, wird aussortiert. Die verbliebene Kleidung landet sorgfältig zusammengefaltet wieder im Schrank. Ähnlich geht Kondo auch bei anderen Gegenständen vor. Dieses Prinzip kann auch jeder Zuschauer, dem es schwerfällt, sich von alten Dingen zu trennen, anwenden.

Die Teilnehmer in der Netflix-Serie sind durchweg begeistert von der Japanerin. “Marie hat mein Leben verändert. Es ist Wahnsinn, wie sich meine Denkart verändert hat”, schwärmt die Mutter zweier Kleinkinder, nachdem Kondo ihr und ihrem Mann dabei half, das gesamte Haus aufzuräumen. Auch in den sozialen Medien wird die Buchautorin für ihre Aufräumtipps gefeiert. Viele Zuschauer sind bereits voller Tatendrang.


“Ich kann nicht aufhören, ‘Aufräumen mit Marie Kondo’ auf Netflix zu gucken. Ich bin besessen von #MarieKondo. Ich liebe sie, sie ist umwerfend! Ich werde an diesem Wochenende die Hälfte meines Hauses aussortieren und ich kann es kaum erwarten!”


“Wir haben heute “Aufräumen mit #MarieKondo” geguckt. Nach der Sendung ging meine achtjährige Tochter, die eigentlich nicht für ihre Ordentlichkeit bekannt ist, sofort nach oben und warf all ihre Klamotten auf ihr Bett. Sehr viel Zauber in der Marie-Kondo-Methode!”

Wer schon immer mal in seinem eigenen Leben für mehr Ordnung sorgen wollte, bisher aber nicht wusste, wo er anfangen soll, kann sich von Marie Kondo vielleicht etwas abschauen.