Kanzlerin, Königin und Franz: Das witzige Missverständnis zwischen Merkel und Máxima

Bei ihrem Zusammentreffen in Berlin beim Besuch der niederländischen Royals 2013 kam es zu keinen Missverständnissen. (REUTERS/Tobias Schwarz)

Wer ist eigentlich dieser Franz? Bundeskanzlerin Merkel traf die niederländische Königin Máxima am Rande des UN-Gipfels in New York. Dabei kam es zu einem witzigen Missverständnis zwischen den beiden.

Bei Begegnungen mit Royals gibt es strenge Protokolle und einiges zu beachten. Da kann einem schon mal ein Ausrutscher unterlaufen. Angela Merkel allerdings leistete sich einen lustigen Patzer bei ihrem Zusammentreffen mit Königin Máxima nicht wegen des adligen Protokolls, sondern wegen eines Sprach-Missverständnisses. Zu Merkels Verteidigung sei gesagt, dass sich die beiden in der vergangenen Woche nicht offiziell im Rahmen der 74. UN-Generalversammlung trafen, sondern zufällig auf der Straße begegneten. Erst jetzt machte ein Video ihrer kurzen Unterhaltung die Runde, in der die beiden offensichtlich aneinander vorbeireden.

Schon nach der herzlichen Begrüßung zeigte sich Merkel etwas verwirrt und soll gefragt haben: “Arbeiten Sie hier?” Woraufhin die vielseitig engagierte Königin ihr geantwortet habe, dass sie bereits seit zehn Jahren in New York arbeite. Das kann schon mal vorkommen bei so vielen Treffen mit unterschiedlichsten Staatsoberhäuptern.

Dann jedoch begann Máxima von ihrem letzten Engagement zu berichten: “Ich habe erst kürzlich mit Frankreich über die Frauenbewegung gesprochen,“ erzählte sie der Kanzlerin auf Englisch. Nun ist das englische Wort für Frankreich “France” und das verwirrte die eigentlich sprachgewandte Merkel offensichtlich. “Mit wem?” fragt sie erst noch, um dann irritiert nachzuhaken: “Mit welchem Franz?” Ob sie schon Schreckensvisionen von einem Beckenbauer an der Spitze der Frauenbewegung oder gar einem Comeback von ihrem alten SPD-Rivalen Franz Müntefering vor Augen hatte, ist nicht überliefert.

Kurz darauf bemerkte die Kanzlerin ihren Fehler selbst, ihr rutschte auf Deutsch noch ein “ach so” heraus und beide Frauen konnten über das kleine Missverständnis auf internationalem Parkett herzlich lachen. Bei den vielen ernsten Themen, mit denen sich Angela Merkel sonst in New York beschäftigen musste, war das vermutlich eine angenehme Abwechslung.