Kapitänin Alexandra Popp zum EM-Traumfinale: "Wir sind so unfassbar glücklich"

picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Am Ende machte die Kapitänin beide Tore selbst: Alexandra Popp (31) traf im EM-Halbfinale gegen starke Französinnen gleich zwei Mal und sicherte sich und dem deutschen Frauenfußball-Nationalteam mit einem 2:1-Sieg einen Platz im absoluten Traumfinale.

"Was Schöneres gibt’s nicht"

Am Sonntag (31. Juli) tritt die deutsche Elf gegen England an. Können die Lionesses den Heimvorteil von Wembley nutzen oder wird sich der Druck vor einer Rekord-Kulisse von 90.000 Zuschauer*innen als zu groß erweisen? In wenigen Tagen wissen wir mehr. Alexandra Popp ist im Fußball-Himmel: "Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Wir haben wieder eine Wahnsinns-Partie gespielt. Wir sind so unfassbar glücklich", freute sich die stolze Fußballerin im ZDF-Interview nach dem Abpfiff. "Kein Schwein hat mit uns gerechnet – und jetzt stehen wir im Finale gegen England in Wembley vor 90 000 Fans. Was Schöneres gibt’s nicht. Das war unser Traum. Das war unser Wunsch, den wir uns jetzt erfüllt haben." Die Einschaltquoten sprechen eine Sprache für sich: Über 12 Millionen Zuschauer fieberten am Mittwochabend mit.

Der lange Weg der Alexandra Popp

Dabei musste gerade Alexandra Popp lange um ihre Teilnahme an dem Turnier bangen. Fast ein Jahr war die Stürmerin verletzt, bevor sie im Frühjahr ihr Comeback feierte. Für sie kam die coronabedingte Verschiebung des Turniers auf 2022 (es hätte eigentlich im Vorjahr stattfinden sollen) also eigentlich gelegen. Doch dann der nächste Schock, denn nur wenige Wochen vor dem Turnier testete die Fußballerin positiv auf Corona. Auch diese Herausforderung meistert sie. "Diesen Kampf - und das ist das richtige Wort dafür - gegen meine Verletzung gewonnen zu haben und jetzt hier stehen zu können, bedeutet ganz, ganz viel für mich und macht mich auch sehr stolz", wird die Sportlerin auf der UEFA-Website zitiert.

In England beschwört man indes den Geist von 1966 herauf: Damals standen sich beim WM-Finale der Herren ebenfalls England und Deutschland gegenüber — in Wembley. Die Engländer gewannen das Spiel 4:2. Die Boulevardzeitungen scheinen dabei zu vergessen, dass vor knapp drei Jahren die deutschen Frauen die Lionesses schon einmal in ihrem Fußball-Tempel mit 2:1 schlugen. Ganz Deutschland drückt die Daumen, dass Alexandra Popp und ihre Elf diesen Erfolg wiederholen.

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