Karl Lagerfeld soll Flüchtlingsjungen gerettet haben

Franziska Schwarz
Freie Autorin

Karl Lagerfeld ist laut einer jahrelangen Freundin “einer der großzügigsten Menschen”. Das bewies eine Anekdote mit ihm, die sie erlebt hat. Was es damit auf sich hat.

Eine dunkle Sonnenbrille verdeckt hier seine Augen – aber laut einer Freundin war Karl Lagerfeld weichherzig. (Bild: Getty Images)

Die kürzlich verstorbene Fashion-Ikone Karl Lagerfeld war selten um einen Spruch verlegen. Aber wenn es stimmt, was seine jahrelange Vertraute Patricia Riekel und ehemalige “Bunte”-Chefin jetzt im Gespräch mit der “Bild der Frau” erzählt hat, hatte der Modedesigner hinter der coolen Fassade ein großes Herz.

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Die 69-Jährige sagte der Frauenzeitschrift: “Meine Lieblingsgeschichte ist, als er in einer Pariser Zeitung von einem Flüchtlingsjungen las, der eine Herz-Operation brauchte und die Krankenkasse nicht zahlte und die Eltern es sich nicht leisten konnten. Dann hat er sich nach der Familie erkundigt und ganz im Geheimen, ohne dass sie es je erfahren haben, die Operationskosten übernommen.”

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Dass der Mode-Zar dabei keine Hintergedanken – wie etwa Publicity – hatte, kommt bei Riekels Worten auch durch: “Auf viele Menschen wirkte Karl Lagerfeld ein bisschen arrogant, und er konnte auch sehr zynisch sein und parierte auch Fragen manchmal mit beißendem Spott, das kam schon vor. Aber in Wahrheit war er der großzügigste Mensch, den ich kannte. Er hat es nur nicht an die große Glocke gehängt. Er hatte nur Verachtung für Leute, die öffentlich als Wohltäter auftraten. Er hat das immer ganz im Geheimen gemacht”, sagte sie in dem Interview.

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