Katy Perrys Ernennung zur Botschafterin für den British Royal Trust ist für viele ein Schock

Am 4. Februar 2020 verkündete Prinz Charles in London, England, Katy Perry als Botschafterin des British Asian Trust. Foto: Getty Images.

Katy Perry wurde von Prinz Charles zur Botschafterin des British Asian Trust ernannt. Es ist eine Entscheidung, die sowohl bei Anhängern des Königshauses als auch bei Perry-Fans für Überraschung sorgte.

Am Dienstagabend verkündeten Charles und Camilla im Beisein von Perry beim alljährlichen Royal Dinner des Trusts ihre neue Aufgabe. Perry strahlte zu diesem Anlass in einem blauen Kleid mit tiefem Ausschnitt und Netzdetails, das für ein Event mit den Royals recht gewagt erschien.

Charles verkündete, dass Katy den Children’s Protection Fund for India des Trusts repräsentieren werde.

Katy Perry, rechts, und die Vorsitzende des Children’s Protection Fund for India des British Asian Trusts, Natasha Poonawalla, beim Dinner. Foto: Getty Images

Auch die indische Philanthropin und Vorsitzende des Children’s Protection Fund, Natasha Poonawalla, war anwesend und versprach 25 Millionen Pfund (29,6 Mio. €) zur Unterstützung der Initiative.

„Die Bekämpfung des Menschenhandels wird an diesem Abend im Fokus stehen, da der Trust seinen Plan bekannt gibt… den größten Fonds zur Bekämpfung des Menschenhandels aufzustellen, den es in Südasien je gab“, sagte Clarence House in einer Erklärung.

„Meine Arbeit als UNICEF-Sonderbotschafterin hat mich in viele Teile der Welt geführt und meine Augen für die vielen Probleme geöffnet, denen Kinder ausgesetzt sind“, sagte Katy zu ihrer Ernennung.

„Indien hat seit Langem einen besonderen Platz in meinem Herzen und bei meinem letzten Besuch hatte ich die Gelegenheit den Prinzen von Wales und weitere führende Persönlichkeiten in Mumbai zu treffen. Ich war beeindruckt von ihrem Plan – von Initiativen vor Ort bis zum Sammeln von Spenden – der das Ziel hat, den Kinderhandel zu halbieren.“

Briten kritisieren Entscheidung, Perry zu ernennen

Die Entscheidung stieß auf einiges an Kritik. Foto: Getty Images

Die Ziele der Wohltätigkeitsorganisation wurden rundum gelobt, aber die Wahl Katy Perrys wurde von manchen kritisiert. Einige sind der Auffassung die weiße amerikanische Sängerin sei die falsche Wahl für die Vertretung eines britisch-indischen Wohltätigkeitsprojektes.

„Kann mich jemand über @katyperrys Verbindung zu Großbritannien/Asien aufklären?“ fragte sich Sun-Journalistin Qin Xie.

„Keine britischen Asiaten verfügbar, oder wie?”, fragte jemand anderes.

Und ein weiterer User brachte es noch besser auf den Punkt.

Foto: Twitter/ ang_bee1

Wow, weil es keine asiatischen Talente gibt, wird Katy Perry das Gesicht des britisch asiatischen Trust sein....

„Riesiger Fehler“, war eine weitere Zusammenfassung.

Der British Asian Trust

Prinz Charles, der Prinz von Wales, der royale Gründungspatron des British Asian Trust, hielt bei einem Empfang eine Rede. Foto: Getty Images

Der British Asian Trust wurde 2007 von Prinz Charles und einer Gruppe führender britisch-asiatischer Unternehmer ins Leben gerufen.

Die Wohltätigkeitsorganisation unterstützt 5,8 Millionen Kinder, die in Indien Zwangsarbeit leisten müssen. Es wird davon ausgegangen, dass zehntausende Kinder unter sehr gefährlichen Bedingungen arbeiten müssen.

Der Trust arbeitet mit Unternehmen, der Regierung und der Zivilgesellschaft zusammen, um Kinderarbeit aus den Lieferketten zu entfernen und Produkte auf den Markt zu bringen, die ohne Kinderarbeit entstanden sind.



Prinz Charles lernte Perry im November 2019 in Mumbai (Indien) bei einem Treffen von Unterstützern und Beratern des British Asian Trust kennen.

Manoj Badale, Vorsitzender des British Asian Trust sagte: “Wir freuen uns sehr, Katy Perry als unsere neueste Botschafterin bekanntgeben zu dürfen und freuen uns darauf, mit ihr zusammenzuarbeiten, um auf die Arbeit, die wir in ganz Südasien leisten, aufmerksam zu machen.“

Penny Burfitt