Keimschleuder Kuscheltiere: So gelingt die richtige Reinigung

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin
Das Lieblingskuscheltier macht jeden Spaß mit! (Bild: Getty Images)

Kuscheltieren, die richtig geliebt werden, sieht man das auch an. Die ursprüngliche Farbe ist oft einem unbestimmten Grau-Braun gewichen, das Fell ist an manchen Stellen abgenutzt, die obere Schicht der Augen aufgeplatzt. Und während sie für ihre Besitzer der größte Schatz sind, sehen die Eltern darin auch eine Brutstätte für Milben und Keime.

Sie fallen regelmäßig in den Matsch, sind überall dabei und schlafen mit im Bett. Für Kinder können Lieblingskuscheltiere den Rang eines vollwertigen Familienmitglieds einnehmen, bei dem es aber ein Problem gibt: Anders als Mama, Papa und Geschwister werden Stofftiere nur selten richtig sauber gemacht und das oft auch nur im Geheimen oder nach einem regelrechten Kampf. Keine Sekunde wollen die Kinder sich von ihrem Schatz trennen, dem es in der Waschmaschine außerdem überhaupt nicht gefällt, der danach nicht mehr so heimelig angelullt riecht und dessen Fellqualität zugegebenermaßen mit jeder vollführten Runde in der Wäschetrommel leidet.

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Neben Kindern stehen auch Milben auf Stofftiere

Trotzdem gibt es zu regelmäßigen Reinigungsaktionen keine Alternative. Denn neben dem Schmutz, dem Staub und je nach Alter auch der Spucke gibt es ein weiteres Problem mit den Seelentröstern: In ihnen fühlen sich auch Hausstaubmilben wohl. Und die muss man erst einmal loswerden.

An der Waschmaschine führt kein Weg vorbei – wenn das Kuscheltier zuvor im Gefrierfach geschlafen hat, reichen aber schonende 30 Grad. (Bild: Getty Images)

Milben und Läuse erfrieren im Tiefkühlfach

Anders als Bettwäsche und Bettzeug kann man die meisten Kuscheltiere nicht bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen, womit man die Milben los wäre. Bei Stofftieren hilft also nur die eiskalte Tour: Für ein paar Stunden ab in die Tiefkühltruhe oder das Tiefkühlfach, wo die Milben bei minus 18 Grad erfrieren. Um die erfrorenen Spinnentiere samt deren Kot aus dem Stofftier zu bekommen, solltest du es dann noch bei 30 Grad in der Maschine waschen.

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Dieselbe Methode empfiehlt sich übrigens auch bei Läusen. Sind die lästigen Tierchen erst einmal im Haushalt, nisten sie sich nicht nur in der Bettwäsche und den Bezügen ein, sondern auch in den Kuscheltieren.

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