Keine Enttäuschung mehr bei McDonald’s: 24-Jähriger erfindet App McBroken

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Beim Gedanken an einen McFlurry mit viel Schnickschnack oder einen McSundae mit fruchtiger, schokoladiger oder karamelliger Soße läuft so manchem Softeis-Fan das Wasser im Mund zusammen und lässt ihn den nächsten McDonald’s ansteuern. Um sicherzustellen, dass man dort auch kriegt, was die Geschmacksnerven begehren, hat ein Software-Ingenieur eine App erfunden.

Der Software-Ingenieur Rashiq Zahid entwickelte eine clevere App namens McBroken. (Symbolbild: Getty Images)
Der Software-Ingenieur Rashiq Zahid entwickelte eine clevere App namens McBroken. (Symbolbild: Getty Images)

Der Software-Ingenieur Rashiq Zahid aus Berlin hatte irgendwann keine Lust mehr, in Momenten höchster Verwundbarkeit enttäuscht zu werden: Der 24-Jährige steht auf das Eis-Sortiment von McDonald’s und teilt mit allen, denen das auch so geht, die immergleiche schmerzhafte Erfahrung: In Gedanken hat man das zartschmelzende Softeis in Kombination mit knusprigem oder soßigem Zusatz schon auf der Zunge, doch am Ende heißt es dann: Maschine kaputt, Eis kannst du vergessen.

Kann in der App kein Eis bestellt werden, ist die Maschine kaputt

Die Eismaschinen sind ein wunder Punkt des Fast-Food-Riesen und fallen immer wieder einmal aus. Wer sein Essen in der hauseigenen App oder an den Touchscreen-Kiosken digital ordert, bekommt in solchen Fällen die Meldung angezeigt, das gewünschte Produkt sei aktuell nicht verfügbar.

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Und genau das machte sich der 24-Jährige zunutze, um eine App zu programmieren, mit der eiswillige McDonald’s-Kunden nicht erst vor Ort erfahren, dass das Objekt ihrer Begierde nicht verfügbar ist.

Auf einer Karte sind alle Filialen erfasst

Und so funktioniert die App, die sinnigerweise McBroken heiß: Alle 30 Minuten versucht ein Bot, innerhalb der McDonald’s-App in allen Filialen in den USA einen McSundae zu bestellen. Landet dieser im Warenkorb, bekommt die Filiale einen grünen Punkt auf der Landkarte. Geht es nicht, ist der Punkt rot und jeder, der ein Eis kaufen will, weiß, dass er diese Filiale erst gar nicht anzusteuern braucht.

Keine Enttäuschungen mehr, wenn es um McDonalds-Eis geht. (Symbolbild: Getty Images)
Keine Enttäuschungen mehr, wenn es um McDonalds-Eis geht. (Symbolbild: Getty Images)

Deutschland als Test, Launch in den USA

Der in Berlin-Kreuzberg wohnhafte Ingenieur testete die App zunächst hierzulande, bevor er sie jetzt in den USA gelauncht hat. Gegenüber dem Technikportal "The Verge" erklärte er den Gedanken dahinter so: "Ich dachte mir, dass es für Deutschland schon ziemlich interessant wäre, aber großartig für die USA als hauptsächlichen Markt von McDonald’s."

Tatsächlich hatte McBroken in den USA schon 20 Minuten nach ihrem Launch 10.000 Nutzer, die sich begeistert zeigten von der App, die Zahid "eigentlich nur zum Spaß" programmiert hat, wie er sagte. Neben den Standorten mit defekter Eismaschine zeigt die App auch an, wie viel Prozent der Eismaschinen in den jeweiligen Bundesstaaten gerade nicht funktionieren. In New York, wo David Tovar, McDonald’s VP of US Communications, lebt, der Zahids Erfindergeist zuerst noch lobte, ist die Quote mit über 30 Prozent aktuell ziemlich hoch.

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