Kontaktverbot und keine Veranstaltungen: Was Brautpaare jetzt wissen müssen

Versammlungen sind verboten und bundesweit gibt es ein Kontaktverbot: Paare, die im Frühling ihre Hochzeit geplant hatten, müssen jetzt schweren Herzens umdisponieren. Aber lassen sich die Dienstleister überhaupt noch stornieren? Sind standesamtliche Trauungen noch möglich? Was Brautpaare jetzt wissen müssen.

Brautpaare müssen ihre Hochzeit derzeit wegen Corona verschieben. (Bild: Getty Images)

Den schönsten Tag in ihrem Leben haben Brautpaare in der Regel minutiös und lange im Voraus geplant. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind nun aber alle Veranstaltungen untersagt– und der große Tag muss ins Wasser fallen. Bitter, vor allem da ja die Dienstleister schon gebucht und in den meisten Fällen bereits eine Anzahlung geleistet wurde. Aber wie sieht es bei einer rein standesamtlichen Trauung ohne Feier und Gäste aus?

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Sind standesamtliche Trauungen noch möglich?

Hier kommt es auf die Regeln im jeweiligen Bundesland an. In Bayern zum Beispiel sind alle Standesämter geschlossen. Wer allerdings schon einen fixen Termin für die Trauung hat, kann dennoch standesamtlich heiraten. Aber ohne Trauzeugen und Gäste. Lediglich ein Dolmetscher wäre erlaubt. Ähnlich ist es etwa in Berlin.

Lassen sich Dienstleister kurzfristig stornieren?

Friseur, Fotograf, Catering, Location – bei einer Hochzeit wirken viele Dienstleister mit. Entsprechend früh werden sie dann auch gebucht und natürlich angezahlt. Ob die Aufträge noch storniert werden können, kommt auf den Vertrag des Unternehmens an.

Bei Friseuren und Visagisten, die meist mit einem Werkvertrag arbeiten, kann in der Regel einfacher gekündigt werden als bei einem Dienstleistungsvertrag, wie ihn etwa Caterer und Hochzeitsplaner haben. Je nachdem, wie die AGB’s einen solchen Fall auslegen, kommt man meistens nur durch einen besonderen Grund aus dem Vertrag wieder raus. Bleibt auszudiskutieren, ob das Coronavirus nicht einen eben solchen außergewöhnlichen Grund darstellt.

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Das Wichtigste bei einem verpatzten Fest: das Gespräch suchen! Viele Anbieter reagieren in Coronazeiten kulant und planen mit den Paaren um. Kleiner Trost: Mit der Wartezeit auf den großen Tag steigert sich auch die Vorfreude.

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