FFP2-Masken für Risikogruppen: Wer hat Anspruch und wer bezahlt?

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Die Bundesregierung möchte noch in dieser Woche die vergünstigte Ausgabe von FFP2-Masken an Risikogruppen beschließen – schon im Dezember soll die neue Regelung dann in Kraft treten. Doch wer hat Anspruch und wie funktioniert die Abgabe der Masken in der Praxis? Ein Überblick.

FFP2-Masken bekommen Risikogruppen ab Dezember wohl mit einem Rezept unter "geringer Eigenbeteiligung". (Bild: Getty Images)
FFP2-Masken bekommen Risikogruppen ab Dezember wohl mit einem Rezept unter "geringer Eigenbeteiligung". (Bild: Getty Images)

Wer sich bereits mit FFP2-Masken ausgestattet hat, weiß: Von einem Schnäppchen kann hier keine Rede sein. Je nach Anbieter und Verfügbarkeiten werden 2 bis 7 Euro pro Stück fällig, im Internet liegen die Preise zwischenzeitlich sogar bei über 10 Euro pro Stück. Hinzu kommt, dass es bei der Wiederverwendung der Masken laut Robert Koch-Institut einiges zu beachten gilt.

Dass die Bundesregierung nun also Risikogruppen entlasten und FFP2-Masken günstiger zur Verfügung stellen möchte, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. Nach Plänen der großen Koalition sollen beispielsweise Menschen mit Vorerkrankungen und Pflegeheimbewohner Anspruch auf die vergünstigten Masken haben. Konkret heißt es in dem Gesetzesentwurf, dass der Anspruch für "Versicherte besteht, wenn sie zu einer Gruppe mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion" gehören.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die Ergänzung des Gesetzes zu weiteren Corona-Krisenmaßnahmen am Mittwoch, den 18. November von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Konkret soll das Bundesgesundheitsministerium den Anspruch auf die Masken mit einer Rechtsverordnung ermöglichen können. Diese soll dann auch die Risikogruppe festlegen und regeln, welche Art von Masken und wie viele davon abgegeben werden können.

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Die Kosten werden laut "Apotheke-adhoc.de" aus Steuermitteln getragen. Geplant sei demnach, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Abgabe der FFP2-Masken an bestimmte Patientengruppen in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufnimmt – also die Risikopersonen definiert, die einen Anspruch erhalten. Diese müssen sich dann vom Arzt ein Rezept ausstellen lassen und in der Apotheke zum Empfang der FFP2-Masken vorlegen. In der Beschlussvorlage der Bundesregierung ist von einer "geringen Eigenbeteiligung" die Rede, die allerdings noch nicht näher definiert ist.

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Zur Debatte stehen derzeit wohl 15 FFP2-Masken, die Risikogruppen pro Monat erhalten sollen. Beim Gebrauch einer Maske pro Woche reiche der Vorrat bis Mitte März 2021. Um dies zu gewährleisten, würden praktische Hinweise für einen bestmöglichen Alltagsgebrauch der Masken mit dem Robert Koch-Institut unter Beteiligung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte entwickelt.

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