Eine kranke Generation? Mehr als ein Drittel der 'Generation X' hat schon früh gesundheitliche Probleme

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Wer wir immer ungesünder?

Diese Studie bezieht sich zwar auf Großbritannien, doch sie lässt aufhorchen, denn mehr als ein Drittel der so genannten Generation X hat bereits Ende Vierzig mehrfache, langfristige Probleme mit der Gesundheit. Als Generation X werden Menschen bezeichnet, die zwischen Mitte der Sechziger- und Anfang der Achtzigerjahre geboren wurden.

Wissenschaftler am University College London befragten zwischen 2016 und 2018 7.951 Erwachsene, die im Jahr 1970 geboren wurden, zu ihrem gesundheitlichen Befinden. Gleichzeitig wurde ihr Blutdruck gemessen und Blutproben entnommen.

Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin 'BMC Public Health' veröffentlicht. Dabei kam heraus, dass mehr ein Viertel übermäßig viel Alkohol konsumiert, mehr als 20 Prozent berichteten von chronischen Rückenproblemen.

Krankheiten wie hoher Blutdruck, Diabetes, psychische Probleme und Asthma waren ebenfalls weit verbreitet - rund 34 Prozent der Teilnehmer hatten mindestens zwei dieser chronischen Probleme.

Besonders diejenigen, die aus ärmeren Familien kamen, in denen der Vater als ungelernt geführt wird, berichten früh von angeschlagener Gesundheit: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine langfristige Krankheit entwickelten, lag 43 Prozent höher als bei ihren wohlhabenderen Altersgenossen.

Wer in jungen Jahren übergewichtig ist, neigt ebenso später zu mehr Problemen wie diejenigen, die ihre Probleme nicht ansprechen können.

Eine großangelegte Studie aus dem Jahre 2007 kam bereits zu dem Schluss, dass 30 Prozent all derjenigen zwischen 45 und 64 mehrere gesundheitliche Probleme aufwiesen - die Situation scheint sich also zu verschärfen.

Studienautor Dr Dawid Gondek vom UCL fasst zusammen: "Wir sehen wir, dass bereits in großer Teil der Bevölkerung Ende Vierzig an einer Vielzahl langfristiger körperlicher und mentaler Probleme leidet. Die deutlichen Ungleichheiten beginnen schon früh in der Kindheit."

Es sei besorgniserregend, so Gondek, wie viele Menschen bereits nicht gesund seien, während sie noch "relativ jung" sind. Entsprechende Gesundheitseinrichtungen müssten daher verstärkt Menschen mittleren Alters ansprechen. Es gibt bereits Studien, die eine Verbindung von besserer Gesundheit und höherer Lebenszufriedenheit sowie Einkommen hergestellt hat.

"Die Aussicht ist nicht gut für eine alternde Bevölkerung, die zwar lange lebt, aber in der viele ungesund sind", fügte Gondek hinzu.

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