Krebs: Kann ein Protein die Ausbreitung stoppen?

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Ein spezielles Protein könnte eine wichtige Rolle dabei spielen, das Streuen von Krebszellen zu stoppen. Wissenschaftlern ist es gelungen, ein Protein auszumachen, welches Tumorzellen daran hindert, in den Blutkreislauf zu gelangen und damit in andere Teile des Körpers vorzudringen. Forscher an der John Hopkins University, der University of Alberta und der Universitat Pompeu Fabra glauben, dass das Protein TRPM7 Metastasen verhindern kann .

"Wir haben entdeckt, dass TRPM7 den Druck der Flüssigkeit im Körper ausmacht und die Zellen davon abhält, sich durch die Gefäße zu verteilen", verkündete Kaustav Bera, einer der Studienleiter von John Hopkins University und Doktorand der Biomolekular-Medizin. "Wir haben festgestellt, dass Tumorzellen in Metastasen wesentlich weniger dieser Sensor-Proteine enthalten, deswegen gelangen sie in den Kreislauf."

Die Erkenntnisse, die im Fachmagazin 'Science Advances' veröffentlicht wurden, zeigten, dass ein künstliches Steigern der TRPM7-Produktion die Krebszellen am Eindringen in den Blutkreislauf und damit an der Metastasenbildung hindern könnte.

Konstantinos Konstantopoulos, einer der leitenden Studienautoren und Mitglied des Johns Hopkins Kimmel Cancer Center verglich den Prozess mit einem heißen Kessel. "Man fasst ihn an, fühlt die Hitze und zieht die Hand weg", so der Professor für Biomolekular-Medizin.

Das Protein wurde die Zelle anweisen, die Richtung zu ändern und damit die Verbreitung verhindern.

Christopher Yankaskas, der ebenfalls mit Konstantopoulos zusammen arbeitete, betonte: "Viele Menschen haben einen Primärtumor, aber so lange dieser in Schach gehalten wird, kann die Person durch eine OP gerettet werden." Gesammelte Daten hätten zudem gezeigt, dass Patienten mit Osteosarkom, Brust-, Magen oder Leberkrebs, die einen hohen TRPM7-Spiegel hatten, länger lebten als diejenigen, bei denen das Protein nur in geringen Mengen vorhanden war.

Jetzt wollen die Forscher weiter untersuchen, wie genau das Protein die Bildung von Metastasen hemmt. Man weiß bereits, dass es den Kalzium-, Magnesium- und Zinkgehalt der Zellen reguliert.

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