Kreisliga: Flüchtling aus Guinea ins Koma geprügelt

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Furchtbare Szenen haben sich am Wochenende in der Kreisliga B nahe Duisburg gekommen. Bei einer Schlägerei nach Spielende wurde ein Spieler des SuS Viktoria Wehofen ins Koma geprügelt.

Im Amateur-Fußball kommt es immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen. (Bild: Getty Images)

Wie es zur Schlägerei kam, ist bisher noch ungeklärt. Offenbar gestikulierte der 26-jährige Ousmane C. in Richtung Fans des FC Hagenhof. Zwischen Spielern und Zuschauern soll es daraufhin zu einer Auseinandersetzung gekommen sein.

Als die Polizei Duisburg sowie die Rettungskräfte eintrafen, waren die Tumulte bereits beendet. Ousmane C. lag bewusstlos auf dem Boden, nachdem ihn wohl mehrere gegnerische Spieler mit Ellbogenschlägen attackiert hatten.

Ousmane C. mit Kieferbruch aus Koma erwacht

Dies gab ein Verantwortlicher des SuS Viktoria gegenüber der Bild an: “Er brach zusammen und fiel ins Koma. Erst Montagmorgen wachte er wieder auf und musste dann operiert werden, hat einen Kieferbruch."

Der Verein will nun Klage einreichen, nachdem man von einem rassistischen Verbrechen ausgeht. Ousmane C. war, wie viele seiner Mitspieler, ein Flüchtling aus Afrika. Der Mann aus Guinea wird seiner Ausbildung als Bodenverleger vorerst nicht nachgehen können.

Auch zwei 21-Jährige sowie ein 28-Jähriger sollen sich bei den Tumulten leicht verletzt haben. Der SuS Viktoria Wehofen erhält Fördermittel vom DFB, nachdem er sich stark für die Integration von Flüchtlingen in den Spielbetrieb unter dem Motto “Am Ball bleiben” einsetzt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Unfassbar! Kreisliga-Spieler feiern Aufstieg mit "Sieg Heil"-Rufen