Kultusminister sichern offene Schulen zu

BERLIN (dpa-AFX) -Die Kultusminister der Länder haben zugesichert, dass die Schulen in den kommenden Monaten auch bei einer möglichen Gasknappheit nicht geschlossen werden. Sie setzen sich zudem dafür ein, dass die Einrichtungen genug geheizt werden. "Schulen bleiben in diesem Herbst und Winter auch in der Energiekrise auf jeden Fall geöffnet", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Karin Prien (CDU), am Freitag am Rande der Beratungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern. Das schulde man den Schülerinnen und Schülern als Gesellschaft nach zweieinhalb Jahren Pandemie.

Da, wo es möglich sei, sollten Schulen einen Beitrag zum Energiesparen leisten. "Das gilt aber ausdrücklich nicht für das Herabsenken der Temperatur wie in anderen Bereichen. Kinder dürfen in Schulen nicht frieren", fügte Prien hinzu. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagte, man werde sehr darauf drängen, dass in Zusammenarbeit zwischen Schulträgern, Kommunen, Bund und Ländern sichergestellt werde, dass Schüler im Unterricht nicht frieren, sondern gut lernen könnten.

Die Ministerinnen und Minister berieten außerdem über die Integration der inzwischen mehr als 193 000 ukrainischen Schüler in Deutschland und den Umgang mit Corona in diesem Schuljahr. Rabe sagte unter Verweis auf Studienergebnisse, die sinkende Kompetenzen bei Grundschülern gezeigt hatten, man müsse dafür sorgen, "dass die Schulen nie wieder geschlossen werden". Zu den Sicherheitsmaßnahmen bei Corona dürften Schulschließungen und Wechselunterricht nicht mehr dazugehören.