Landtagswahl in Thüringen: Die aktuelle Hochrechnung

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

An diesem Sonntag waren mehr als 1,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über die politische Zukunft Thüringens abzustimmen und einen neuen Landtag zu wählen. Bereits am Nachmittag hatte sich eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Die Ergebnisse der aktuellen Hochrechnung im Überblick.

In Thüringen regierte bislang eine rot-rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). (Bild: Getty Images)

Aus der Landtagswahl in Thüringen ist die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow einer Prognose zufolge deutlich als stärkste Kraft hervorgegangen. Die Linke erreichte bei der Wahl am Sonntag laut der Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD 29,6 Prozent, während die AfD mit 23,6 Prozent vor der CDU mit 22,7 Prozent auf Platz zwei landete. Erstmals haben damit bei einer Landtagswahl die Parteien am politischen Rand die Mehrheit der Wählerstimmen bekommen. Die SPD kam auf 8,7 Prozent, während Grüne und FDP mit 5,4 beziehungsweise 5,0 Prozent den Einzug in den neuen Landtag knapp schaffen könnten.

Hochrechnung: So hat Thüringen gewählt

(in % / Stand: 27.10. – 18:56 Uhr / Quelle: ARD/Infratest dimap)

CDU: 22,7

Die Linke: 29,6

SPD: 8,7

AfD: 23,6

Grüne: 5,4

FDP: 5,0

Andere: 5,0

Hochrechnung: Sitzverteilung in Thüringen

CDU: 21

Die Linke: 28

SPD: 8

AfD: 22

FDP: 4

Grüne: 5

Die Wahlbeteiligung bis 16 Uhr war deutlich höher als bei der letzten Landtagswahl. (Bild: Getty Images)

Hohe Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung betrug am Sonntag bis 16.00 Uhr bereits 54,1 Prozent, wie der Landeswahlleiter in Erfurt mitteilte. 2014 hatte sie um diese Uhrzeit erst bei 40,8 Prozent gelegen.

Ex-Regierungschef: Vogel warnt Thüringens CDU vor Kooperation mit Linkspartei

Schwierige Regierungsbildung

In Thüringen regierte bislang eine rot-rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Es wird eine schwierige Koalitionsbildung erwartet. Sollte Rot-Rot-Grün die parlamentarische Mehrheit verlieren und auch keine andere Option möglich sein, könnte Ramelow trotzdem vorerst im Amt bleiben. Artikel 75 der Thüringer Landesverfassung ermöglicht dem Ministerpräsidenten und der gesamten Landesregierung, die Geschäfte bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger fortzuführen. Mit dem vorläufigen amtlichen Ergebnis rechnet Landeswahlleiter Günter Krombholz frühestens gegen 22.30 Uhr.

(Mit Material von dpa und AFP)

VIDEO: Wahl in Thüringen - Angst vor Höcke und der AfD