Laptop zuklappen oder herunterfahren – was ist besser?

Was ist besser für das Gerät? (Bild: reuters)

Wenn der Tag zu Ende geht, klappen die einen ihr Notebook einfach zu - die anderen fahren den Rechner zunächst ordnungsgemäß herunter, um ihn dann erst zuzuklappen. Doch was ist besser für das Gerät? Wir erklären die Unterschiede zwischen Ruhezustand, Standbymodus und Herunterfahren und geben Tipps für das richtige Verhalten.

Das bedeutet der Ruhezustand
Microsoft empfiehlt, den Ruhezustand bei einem Laptop oder Tablet dann zu nutzen, wenn man weiß, dass man das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht nutzt und keine Gelegenheit haben wird, den Akku während dieser Zeit aufzuladen. Überprüfen Sie jedoch zunächst, ob diese Option für Ihren PC verfügbar ist, und aktivieren Sie sie. Die Option wurde laut Microsoft für Laptops entwickelt und ist möglicherweise nicht für alle PCs verfügbar - PCs mit InstantGo z.B. verfügen nicht über die Option für den Ruhezustand.

Generell gilt: Im Ruhezustand wird weniger Energie als im Standbymodus verbraucht.

Lesen Sie auch: Der richtige Umgang mit Lithium-Akkus

So versetzen Sie Ihren Windows PC in den Ruhezustand:

  1. Öffnen Sie die Energieoptionen:

    • Unter Windows 10 wählen Sie Start  und dann Einstellungen  > System  > Netzbetrieb und Energiesparen  > Zusätzliche Energieeinstellungen aus.

    • Wischen Sie unter Windows 8.1/Windows RT 8.1 vom rechten Bildschirmrand nach innen, tippen Sie auf Suchen (bei Verwendung einer Maus müssen Sie den Zeiger in die Ecke oben rechts auf dem Bildschirm und anschließend nach unten bewegen und dann auf Suchen klicken), geben Sie im Suchfeld Energieoptionen ein, und tippen oder klicken Sie anschließend auf Energieoptionen.

    • Klicken Sie unter Windows 7 auf die Schaltfläche „Start“ , klicken Sie auf Systemsteuerung, klicken Sie auf System und Sicherheit, und klicken Sie dann auf Energieoptionen.

  2. Wählen Sie Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll und dann Zurzeit nicht verfügbare Einstellungen ändern aus. Aktivieren Sie unter Einstellungen für das Herunterfahren das Kontrollkästchen Ruhezustand (sofern verfügbar) und wählen Sie dann Änderungen speichern aus.

Jetzt können Sie Ihren PC auf unterschiedliche Weise in den Ruhezustand versetzen:

  • Wählen Sie unter Windows 10 „Start“  und anschließend Ein/Aus Ruhezustand aus. Sie können auch auf Ihrer Tastatur die Windows-Logo-Taste + X und dann Herunterfahren oder abmelden > Ruhezustand auswählen.

  • Zeigen Sie unter Windows 8.1/Windows RT 8.1 mit der Maus in die untere linke Bildschirmecke, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“  oder drücken Sie auf der Tastatur die Windows-Logo-Taste + X. Tippen oder klicken Sie auf Herunterfahren oder Abmelden und wählen Sie dann Ruhezustand aus. Sie können auch vom rechten Bildschirmrand aus nach innen wischen und dann auf Einstellungen tippen. (Wenn Sie eine Maus verwenden, zeigen Sie auf die untere rechte Bildschirmecke, bewegen Sie den Mauszeiger nach oben und klicken Sie anschließend auf Einstellungen.) Tippen oder klicken Sie auf Ein/Aus Ruhezustand.

  • Klicken Sie unter Windows 7 auf die Schaltfläche „Start“ , klicken Sie auf den Pfeil neben der Schaltfläche Herunterfahren , und klicken Sie dann auf Ruhezustand.

Lesen Sie auch: Wie Sie lahme Rechner flott kriegen

Das geschieht beim Herunterfahren eines Laptops
Beim Herunterfahren des Laptops werden alle Programme auf dem Gerät beendet. Nichtsdestotrotz merken sich neuere Laptopmodelle, welche Programme zuletzt geöffnet waren und bieten beim nächsten Start an, diese erneut zu öffnen. Das Hochfahren nach dem Herunterfahren dauert abhängig vom individuellen System jedoch eine gewisse Zeit. Deshalb hängt die Frage, ob man seinen Laptop herunterfährt oder zuklappt auch von individuellen Arbeitsgewohnheiten ab. Nach einem “Ruhezustand” ist der Laptop in der Regel (im Gegensatz zum Herunterfahren) ohne größere Wartezeiten wieder einsatzbereit.

So fahren Sie den PC herunter:

Für Windows 10:

Wählen Sie Start  und dann Ein/Aus > Herunterfahren aus.

Für Windows 8.1/Windows RT 8.1:

Zeigen Sie mit der Maus in die untere linke Bildschirmecke, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start , oder drücken Sie auf der Tastatur die Windows-Logo-Taste + X. Tippen oder klicken Sie auf Herunterfahren oder Abmelden, und wählen Sie Herunterfahren aus.

Für Windows 7: Klicken Sie auf die Schaltfläche „Start“ Abbildung der Schaltfläche „Start“ und dann auf die Schaltfläche Herunterfahren.

Es gibt jedoch, zumindest bei Windows-Geräten, die Möglichkeit, den Rechner so einzustellen, dass er beim Zuklappen automatisch herunterfährt. Öffnen Sie dazu die Energieoptionen des Betriebssystems. Im Menüpunkt „Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll“ können Nutzer einstellen, was der Laptop tut, wenn er zugeklappt wird. Im Bereich „Akku“ können Sie „Beim Zuklappen“ auswählen und dort die Option „Herunterfahren“ anwenden.

Das geschieht beim Standby Modus
Viele PCs (insbesondere Laptops und Tablets) wechseln in den Standbymodus, wenn Sie den Deckel schließen oder den Netzschalter drücken. Auf diese Weise wird laut Microsoft weniger Energie verbraucht, Ihr PC startet schneller, und Sie können sofort dort weitermachen, wo Sie aufgehört haben. Im Gegensatz zum Ruhezustand kann man den Laptop im Stand-by-Modus nicht vom Netz trennen, weil flüchtige Daten im Arbeitsspeicher bei diesem Vorgang nicht gespeichert werden. Wer seine Daten also sichern möchte, ohne sie klassisch zu speichern und den Laptop komplett herunterzufahren, sollte den Ruhezustand wählen.
Auf den meisten PCs können Sie Ihre Arbeit nach Aktivieren des Standby-Modus fortsetzen, indem Sie erneut den Netzschalter des PCs drücken. Allerdings sind nicht alle PCs gleich. Einige können Sie aktivieren, indem Sie eine beliebige Taste auf der Tastatur oder eine Maustaste drücken, oder bei Laptops, indem Sie den Deckel öffnen. Informieren Sie sich in der Begleitdokumentation Ihres Computers oder besuchen Sie die Website des Geräteherstellers, um weitere Informationen zu erhalten.

So versetzen Sie den PC in den Standbymodus:

  • Öffnen Sie die Energieoptionen:

    • Wählen Sie unter Windows 10 Start  und dann Einstellungen  > System  > Netzbetrieb und Energiesparen  > Zusätzliche Energieeinstellungen aus.

    • Wischen Sie unter Windows 8.1/Windows RT 8.1 vom rechten Bildschirmrand nach innen, tippen Sie auf Suchen (bei Verwendung einer Maus müssen Sie den Zeiger in die Ecke oben rechts auf dem Bildschirm und anschließend nach unten bewegen und dann auf Suchen klicken), geben Sie im Suchfeld Energieoptionen ein, und tippen oder klicken Sie anschließend auf Energieoptionen.

    • Klicken Sie unter Windows 7 auf die Schaltfläche „Start“ , klicken Sie auf Systemsteuerung, klicken Sie auf System und Sicherheit, und klicken Sie dann auf Energieoptionen.

  • Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Wenn Sie einen Desktop, ein Tablet oder einen Laptop verwenden, wählen Sie Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll aus. Wählen Sie neben „Beim Drücken des Netzschalters“ die Option Standbymodus und anschließend Änderungen speichern aus.

    • Wenn Sie einen Laptop verwenden, wählen Sie Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll aus. Wählen Sie neben „Beim Zuklappen“ die Option Standbymodus und anschließend Änderungen speichern aus. Wenn Sie den PC in den Ruhezustand versetzen möchten, drücken Sie am Desktop-PC oder Tablet einfach den Netzschalter oder schließen Sie den Deckel Ihres Laptops.

Mac-Geräte: herunterfahren oder “schlafen” lassen?
Auch viele Mac-Benutzer fragen sich, ob sie ihre Macs am Ende des Tages herunterfahren sollten oder sie einfach schlafen lassen sollen. Auf dem Techblog “Rocket Yard” gibt Autor Steve Sande dazu folgenden Tipp: Es sei demnach besser, den Mac einfach in den Ruhezustand zu versetzen, als ihn jeden Tag herunterzufahren. Der Grund: Nur so könne der Rechner auch nachts Wartungsaufgaben ausführen, wie etwa neue Mails empfangen, Standortaktualisierungen und weitere Aktualisierungen vornehmen. Der Kalender erhält zudem neue Einladungen und Aktualisierungen. In iCloud gespeicherte Dokumente bleiben über Änderungen auf anderen Geräten auf dem Laufenden. Während der Mac zu “schlafen” scheint, macht er also in Wirklichkeit ziemlich viel. Ein weiterer Vorteil des Ruhezustandes laut Sandes: Das Gerät ist schneller wieder einsatzbereit und hat zum Arbeitsbeginn bereits alle erforderlichen Wartungsarbeiten ausgeführt. In der Apple-Community wird die Frage jedoch teils auch unterschiedlich beantwortet.

Sehen Sie auch: Microsoft will Co2-Neutral werden