Laserhaarentfernung bei dunkler Haut: Auf diese Dinge solltest du achten

Khalea Underwood

Soll ich oder soll ich nicht? Das ist bei der dauerhaften Haarentfernung die große Frage, schließlich nimmt die Laserbehandlung viel Zeit in Anspruch, kostet eine Stange Geld, kann durchaus Schmerzen bereiten und ist irreversibel. Hinzu kommt, dass über die Behandlung von dunkleren Hauttypen viele fehlerhafte Informationen im Netz kursieren, die ineffektive Treatments oder sogar Verbrennungen und Narben zur Folge haben könnten.

„Wenn der falsche Laser auf der falschen Stufe von eine*r ungeschulten Kosmetiker*in verwendet wird, kann es gefährlich werden“, sagt Dermatologin Dr. Alicia Barba. Bereitet man die Haut mit den richtigen Produkten vor, kann man den Salon jedoch glücklich und mit babyweicher Haut verlassen.

Wir haben Dr. Barba und weitere Expertinnen darum gebeten, uns über alle Besonderheiten aufzuklären, die man bei der dauerhaften Laserhaarentfernung bei dunkler Haut beachten muss, welche Vorarbeit nötig ist, und warum so viele Behandlungen notwendig sind, bis man den Rasierer endlich für immer aus dem Badezimmer verbannen kann.

Vor dem Treatment

Bevor es losgehen kann, solltest du deine*n Kosmetiker*in über eventuelle Medikamente, Antibiotika oder Nahrungsergänzungsmittel, die du aktuell nimmst, informieren. „Einige Präparate sorgen dafür, dass man lichtempfindlicher wird als sonst. So können schneller Verbrennungen auftreten“, so Rachel Roff, Gründerin der Pflegelinie Urban Skin Rx. „Es kann sein, dass du einige deiner Medikamente bis zu 72 Stunden vor der ersten Behandlung absetzen musst.“

Außerdem solltest du zwei Wochen vor dem Termin weder waxen noch epilieren, da die Haarwurzel unbeschädigt sein muss, um die Strahlen optimal zu absorbieren. „Rasieren solltest du die zu lasernde Stelle aber schon und zwar so nah wie möglich“, weiß Roff.illustrated by Louisa Cannell.



Den richtigen Laser wählen

Nicht alle Laser sind gleich konzipiert, darum ist es wichtig, eine*n Expert*in zu finden, die den richtigen für deinen speziellen Hauttypen findet. „Dermatolog*innen benutzen den sogenannten Fitzpatrick Scale, der untersucht, wie unterschiedliche Hautfarben auf ultraviolettes Licht reagieren“, erklärt Roff. „Olivfarbene und dunklere Typen werden meist der Stufe 4 bis 6 zugeordnet. Der einzige Laser dieser Art ist vom Typ YAG mit 1064 Nanometer.“ Dieser operiert mit einer speziellen Wellenlänge, die tiefer in die Haarwurzel vordringt, was wiederum dafür sorgt, dass die Haut weniger Hitze ausgesetzt wird. „Es kann vorkommen, dass das Pigment der Haut mit dem des Haares quasi um die Aufmerksamkeit des Lasers konkurriert. So entstehen die meisten Verbrennungen“, erklärt Dr. Barba.

Genau dieses Phänomen ist es, das die Laserbehandlung für all diejenigen mit einem höheren Melaningehalt verkompliziert“, so Arielle N.B. Kauvar, Direktorin des New York Laser & Skin Care Salons. „Das Pigment absorbiert Laserstrahlen stärker. Wenn diese Reaktion auf die Epidermis übertragen wird, kann das zu Verletzungen führen. Darum eignet sich der 1064 YAG besser für dunkle Hauttypen mit einem höheren Melaningehalt.“

Um sicherzugehen, dass dein Salon die für dich nötigen technischen Geräte verwendet, solltest du vorher am Telefon anfragen und dir beim Beratungstermin nach Möglichkeit Vorher-Nachher-Bilder von Behandlungen dunklerer Hauttypen zeigen lassen.illustrated by Bella DiMarzio.





Mache deine Hausaufgaben

Am besten wäre es, einen Salon zu finden, in dem sowohl ärztliches als auch kosmetisch geschultes Personal angestellt ist. „Auch wenn die Laserhaarentfernung eine relativ sichere Behandlung ist, können durchaus Komplikationen auftreten. Darum ist es wichtig, dass das ausführende Personal bei eventuellen Problemen richtig handeln kann“, sagt Dr. Kauvar.

Nehme dir bei der Auswahl deines Salons oder der Klinik Zeit, lese Kundenbewertungen und stelle alle Fragen, die dir auf der Seele liegen, bevor du deine Entscheidung triffst.illustrated by Abbie Winters.



Nach der Behandlung

Typischerweise braucht es zwischen sechs und acht Sitzungen pro zu enthaarender Behandlungsstelle, bis diese dauerhaft beziehungsweise zu 90 Prozent glatt ist. „Nach jeder Session muss man eine etwa zwei- bis dreiwöchige Pause machen“, sagt Dr. Kauvar. „Nicht jeder Haarfolikel wird von einer Sitzung erfasst, weil es bis zu einer Minute dauern kann, bis es ausfällt.“

Außerdem bestimmt der Wachstumszyklus der Follikel die Intervalle der Behandlungen. „Die Haare wachsen in unterschiedlichen Phasen, die die Folgetermine imitieren. Nach etwa acht Treatments sollten alle Wurzeln erwischt worden sein“, weiß Christina Karavolas, Gründerin des Romeo & Juliette Laser Hair Removal Spa.

Ganz wichtig ist es, einige Wochen lang direkte Sonneneinstrahlung zu meiden und die Stellen mit Sonnenschutz einzucremen.

Übrigens hält das Ergebnis glatter Haut ohne Rasieren jahrelang an – es sei denn man durchlebt hormonelle Veränderungen, ist extremem Stress ausgesetzt, leidet unter Gewichtsschwankungen oder muss bestimmte Medikamente einnehmen.illustrated by Paola Delucca.







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