Lea Lange hat ihr Poster-Startup Juniqe verkauft

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Lea Lange hat Juniqe 2014 mitaufgebaut.
Lea Lange hat Juniqe 2014 mitaufgebaut.

Ganz heimlich haben die Berliner Gründerin Lea Lange und ihr Mitstreiter Marc Pohl ihr Poster-Startup Juniqe veräußert. Schon Ende November unterschrieben die beiden einen Vertrag mit der RMR Verwaltungs GmbH, einer Holding der Myposter-Gründer. Myposter wurde 2011 von den Brüdern Rene und Marc Ruhland gegründet und setzte mit dem Verkauf von Fotokalendern, Wandbildern und Karten zuletzt über 40 Millionen Euro um.

Die beiden Firmen bestätigten den Verkauf am Donnerstagnachmittag. Wie viel das bayerische Familienunternehmen für Juniqe bezahlt hat, darüber wurde jedoch Stillschweigen vereinbart. Seit der Gründung 2014 hat Juniqe mehr als 20 Millionen Euro Kapital eingesammelt. In der Gesellschafterliste finden sich bekannte Namen wie Vorwerk Ventures, der High-Tech Gründerfonds und die Cewe-Stiftung, die nun von dem Deal profitieren dürften.

Die beiden Gründer scheiden aus

Juniqe hat im Jahr 2020 eigenen Angaben zufolge 26 Millionen Euro mit gerahmten Bildern und Postern von Künstlern umgesetzt. Das Wachstum in dem Pandemiejahr hat das Berliner Startup erstmals in die Gewinnzone gehievt. Wie hoch die Gewinne waren, ist nicht bekannt. Laut einer Prognose von Juni 2020 sollte das Ebit am Ende des Jahres wenigstens 300.000 Euro betragen. Dazu beigetragen haben wohl auch Kooperationen mit Influencern, auf die das Startup seit zwei Jahren setzt.

Das positive Geschäftsjahr habe die Juniqe-Gründer dazu veranlasst, nach einem Exit-Partner zu suchen, heißt es in einer Mitteilung. Myposter wird die Marke und die insgesamt 70 Mitarbeitenden weiterführen. Das bayerische Familienunternehmen werde die Mehrheit der Produkte behalten und erhoffe sich durch die Kunst-Community des Startups einen Wachstumsschub. Lange und Pohl verlassen die Firma Anfang dieses Jahres. Sie hielten zuletzt jeweils acht Prozent. Ihr früherer Mitgründer Sebastian Hasebrink, der Juniqe 2018 verlassen hat, war ebenfalls noch mit sieben Prozent beteiligt.

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