Leben wie in den Fünfzigern: Für eine Amerikanerin gibt es nichts Schöneres

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Wo andere Frauen versuchen, Job und Familie unter einen Hut zu bringen und ab und an auch noch etwas für sich selbst zu machen, gibt es für Katrina Holte nur eines: Sie will die perfekte Hausfrau sein, wie sie in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts als Ideal galt.

Eine Frau kündigte ihren Job, um das Leben einer Hausfrau aus den 50ern zu führen (Symbolbild: Getty Images)

Mit 30 Jahren hat Katrina Holte ihren Job als Buchhalterin aufgegeben, um ihren großen Traum zu verwirklichen: Kochen, putzen, sich hübsch herrichten und alles tun, um ihren Mann Lars so richtig zu verwöhnen. Das fängt damit an, dass sie ihm morgens um halb sieben seine Klamotten bereitlegt, ihm Brote für die Arbeit schmiert, das Haus in Schuss hält und abends ein schönes Essen kocht.

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Mann und Frau teilen die selbe “Vision“

Ihr Mann sei Ingenieur in gehobener Position, erzählte sie der “New York Post“, und sie habe sich nie etwas Schöneres vorstellen können, als ein Leben als Vollzeithausfrau zu führen. Bevor sie ihren stressigen Job als Buchhalterin in Oregon gekündigt habe, habe sie ihren Mann um Erlaubnis gefragt. Und siehe da: “Er teilte meine Vision“, zitiert die Zeitung die 30-Jährige.

"Frau kündigt ihren Job, um ihren Mann wie eine Fünfzigerjahre-Hausfrau zu verwöhnen", schrieb die Zeitung zum Tweet über den Artikel:

Fifties forever

Fortan strebten Katrina und Lars Holte danach, ihr Leben so zu gestalten, wie es vor 70 Jahren üblich war. Samt der Inneneinrichtung des Hauses und des Looks der Hausfrau. Katrina Holte besorgte sich Vintage-Stoffe, nähte sich selbst eine passende Garderobe und trägt auch ihre Haare und das Make-up so, wie es in den Fünfzigerjahren en vogue war.

Statt Binge Watching stehen alte Shows auf dem Programm

Auch die Freizeitgestaltung weicht von der anderer Paare ab: Nach dem Abendessen spielen die Holtes Spieleklassiker wie Scrabble und schauen gerne alte TV-Shows. Liest die Hausherrin, beschränkt sich ihre Lektüre auf Beauty-Magazine und Kochbücher. Die Definition von Gleichberechtigung ist für sie das: “Mein Mann arbeitet so hart und lässt meine Träume wahr werden. Ich versuche also, auch seine wahr werden zu lassen.“

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Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich

Dass andere ihren Lifestyle kritisieren, kann die 30-Jährige nicht nachvollziehen: “Wir müssen alle das tun, was für uns selbst richtig ist“, sagt sie. Was ihr jetzt zum ganz großen Glück noch fehlt, sind, man ahnt es schon, Kinder. Vier Stück sollen es werden. Fifties-Style eben.