LED-Wimpern: Der neue gefährliche Party-Trend

LED-Wimpern erobern zurzeit weltweit die Clubs. (Symbolbild: ddp Images)

Blinkende LED-Wimpern zum Ankleben entwickeln sich gerade zu einem riesigen Trend. Offizielle Stellen warnen nun jedoch vor den möglichen Gesundheitsrisiken der Party-Accessoires.

In Thailand findet man sie zurzeit in jedem Club, und auch in Deutschland kommt der Trend langsam an: LED-Wimpern. Die blinkenden Lichtstreifen werden einfach auf die Augenlider geklebt und sorgen für einen ganz besonders auffälligen Party-Look. Die Accessoires gibt es in verschiedenen Farben und mit diversen Lichteffekten, einige reagieren sogar auf Kopfbewegungen.

Die künstlichen Wimpern, die durch einen dünnen Draht mit einem Controller verbunden sind, den man am Hinterkopf befestigt, können jedoch nicht nur für einen strahlenden Auftritt sorgen, sondern auch für einige Gesundheitsrisiken, die nun vor allem im Hauptabsatzland Thailand Besorgnis erregen.

Wie „Mashable“ berichtet, bemängelt etwa Naris Kitnarong vom thailändischen Siriraj-Krankenhaus die nahe und dauerhafte UV-Bestrahlung des Auges durch LED-Lichter, die zu Linsentrübungen und Makula-Degenerationen, also dem Nachlassen der Sehschärfe, führen kann. Wie lange und stark man die Augen den LED-Streifen aussetzen muss, um das Risiko für solche Sehschäden zu erhöhen, ist jedoch noch unklar.

Außerdem warnt Kitnarong davor, dass die leichte Wärmeabfuhr der künstlichen Wimpern zum Austrocknen der Augenregion und damit zu einem erhöhten Risiko für Falten führen könnte.

Derzeit wird in Thailand darüber diskutiert, ob in den Handel mit den Party-Gadgets eingegriffen werden soll. Aktuell ist der Verkauf der LED-Wimpern noch erlaubt, solange sie entsprechende Warnhinweise enthalten. Der Hersteller „F.Lashes“, der die Entwicklung der Accessoires über eine Kickstarter-Kampagne finanziert hat und sie nun für umgerechnet 35 Euro zur Vorbestellung anbietet, versichert zwar, dass die Wimpern nicht schädlich für die Augen sind – jedoch gibt es bereits zahlreiche Nachahmer, die die LED-Streifen teilweise für nur zwei Euro anbieten.