Lesbisches Hindu-Moslem-Paar räumt mit Stereotypen auf

Das Fotoshooting zum einjährigen Hochzeitstag des Paars verbreitete sich schnell in den Sozialen Medien. [Foto: Getty]

Anjali Chakra und Sundas Malik aus New York hatten anlässlich ihres ersten Hochzeitstages ein Fotoshooting.

Sundas ist Muslimin aus Pakistan und Anjali ist Hindu aus Indien. Sie baten ihren Freund und Fotografen Sarowar Ahmed um Hilfe, um ihren ganz besonderen Tag für immer festzuhalten.

Fotos wurde eine halbe Million Mal geteilt

Die Ergebnisse des Fotoshootings haben sich seitdem in Windeseile im Internet verbreitet. Die Fotos wurden dafür gepriesen, dass sie zwei voneinander getrennte Länder wieder enger zusammenbringen.

Eine halbe Million Menschen hat ihre Fotos bereits geteilt, die das Paar “Eine New Yorker Liebesgeschichte“ nennt.

Eine New Yorker Liebesgeschichte.

Positive Reaktionen

Die Fotos wurden im Bryant Park in Manhattan aufgenommen und zeigen das Paar in wunderschönen traditionellen Kleidern.

“Menschen aus der ganzen Welt sind auf uns zugekommen und haben uns erzählt, wie sehr sie unsere Geschichte und unsere Fotos bewegt haben. Da wird einem wirklich warm ums Herz.“

“Wir haben dadurch gemerkt, dass eine ganze Gruppe von Menschen in den Medien unterrepräsentiert ist, und dass es schon einen Unterschied macht, wenn man als Teil dieser Gruppe sein Leben in der Öffentlichkeit lebt.“

“Wir fühlen uns so gut, weil so viele junge LGBTQIA-Mädchen und -Jungen und Menschen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität sich unsere Fotos ansehen und sich dadurch sichtbar und nicht mehr allein fühlen“, erzählten sie der Metro.co.uk.

Ein ganz besonderer Anlass

Mit dem Fotoshooting des Paares sollte nicht nur ihr Hochzeitstag gefeiert werden. Es war außerdem das erste Mal, dass Sundas Anjalis erweiterte Familie kennenlernte, was ein weiterer Grund zum Feiern war.

Leider haben ihre Fotos nicht nur Hunderttausende von Likes bekommen. Es waren auch ein paar Trolle dabei, die meinten, die Bilder kommentieren zu müssen.

“Wir verstehen, dass diese Worte von Menschen kommen, die höchstwahrscheinlich bisher nichts mit LGBTQIA-Dingen zu tun gehabt haben und diese nicht verstehen“, sagte das Paar.

“Wir möchten zeigen, dass die in diesen Kommentaren offensichtliche Homophobie ein Zeichen dafür ist, dass viele unserer LGBTQIA-Brüder und –Schwestern in einem gewalttätigen Umfeld leben müssen und nicht sicher sind.“

“Wir hoffen, dass diese Darstellungen den Beginn eines Dialogs markieren, der einen kleinen Schritt in eine sicherere Zukunft bedeutet.“

Caroline Allen

Video: Gay-Pride-Paraden bei steigender Homophobie