Londoner Fashion Week: Wenn aus Haaren Hüte werden

Antonia Wallner
Freie Autorin

Das englische Label A.W.A.K.E präsentierte auf der Londoner Fashion Week extravagante Kopfbedeckungen mit Eigenhaar.

Im Alltag wird sich der haarige Hut als neuer Trend kaum durchsetzen. (Bild: Getty Images)

Haare statt Hut: Ein neuer Trend?

So manche Looks der Fashion Weeks lassen sich oft in diese Kategorie einordnen: Auffällig ja, alltagstauglich – bedingt. Egal, ob wir uns in Paris, Berlin oder eben London befinden. Auf der diesjährigen Herbst/Winter-Fashion-Week in der britischen Metropole fiel ein englisches Label mit seinen besonderen Kopfbedeckungen aus dem Rahmen.

Bei A.W.A.K.E liefen die Models mit extravaganten Haarkunstwerken über den Laufsteg, die an Hüte erinnerten. (Bild: Getty Images)

A.W.A.K.E zweckentfremdete einfach die Haare seiner Models. In kunstvollen Flechtungen schlingen sich die Haare um die Köpfe und bedecken dabei oft genug das halbe Gesicht. Der Gedankengang war vielleicht etwa so: Warum Stoff für Hüte verschwenden, wenn man genauso gut die eigenen Haare nehmen kann. Sofern sie denn lang genug sind.

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Das mag wohl auch die Hauptanforderung für diese Models gewesen sein: Meterlange Mähnen. Teilweise wirken die Haare auch eher wie ein Helm, kurz davor die Gesichter der Models zu verschlingen. Die Zöpfe führen auch manchmal unter den Nasen entlang und wirken wie eine Mischung aus überlangem Schnauzbart und haariger Atemmaske.  Ein neuer Trend?

Das Problem: Die Sicht

Hmm. Das klitzekleine Problem am Look Haar statt Hut ist die Sicht. So beeindruckend das Ganze auch aussieht, wenn die Zöpfe nur ein halbes Auge freilassen, wird es im Alltag schwierig mit der Koordination.

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Dass bei der A.W.A.K.E-Show nicht alle paar Meter ein Model den Halt verlor, grenzt an ein Wunder.

Die Haare umschlingen in kunstvollen Flechten das halbe Gesicht. Ein neuer Trend? (Bild: Getty Images)

A.W.A.K.E holt sich seine Inspirationen in erster Linie aus der japanischen Kunst und Kultur. Auch Tiere und Filmcharaktere werden für die Styles herangezogen. An wen oder was Designerin Natalia Alaverdian wohl bei ihren Flechtwerken gedacht hat?

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