Löwen-Chaos: TSV 1860 München verklagt eigene Fans

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Der TSV 1860 München hat einen bisher beispiellosen Rechtsstreit begonnen. Der Drittligist klagt gegen eine Fan-Gruppierung aus den eigenen Reihen.

Der TSV 1860 München geht gerichtlich gegen seine eigenen Fans vor. (Bild: Getty Images)

Wie das Löwenmagazin berichtet, hat der Verein Klage gegen die Fangruppe “Löwen-Fans Gegen Rechts” eingereicht. Hintergrund ist, dass die Gruppierung das Logo des TSV 1860 München in ihr eigenes Logo eingebaut hat.

Das will der Drittligist nicht weiter hinnehmen und klagt über die TSV 1860 Merchandising GmbH, deren Geschäftsführer mit Anthony Power ein enger Vertrauter von Investor Hasan Ismaik ist.

Dieses Logo will der TSV 1860 München vor Gericht anstreiten. (Bild: lgfr60.de)

“Löwen-Fans Gegen Rechts” lange mit Logo unbehelligt

Die “Löwen-Fans Gegen Rechts” sind seit 1995 fester Bestandteil der Fanszene im Münchner Stadtteil Giesing und wurden entsprechend von der Klage überrascht. In den letzten Jahren hatte die Gruppe mit dem Verein stets in Einklang gelebt.

Bisweilen fand das nun umstrittene Logo sogar den Weg in die offiziellen Auftritte der TSV 1860 München, unter anderem in die Stadionzeitschrift. Die Stadt München zeichnete die Gruppe mit dem Bürgerpreis für Demokratie aus.

Äußerungen von Anthony Power sorgen für Verwirrung

Den plötzlichen Gemütswandel wollte Power selbst erklären und führte an, dass es nicht zu rechtfertigen sei, dass die Fangruppierung T-Shirts mit dem Logo verkaufen würde, da dieses auf einer Lizenz des TSV 1860 München aufbauen würde.

Dabei war der Geschäftsführer in seiner öffentlichen Mitteilung aber nicht vollends präzise. Die Klage richtet sich tatsächlich nämlich nicht nur gegen den Verkauf der T-Shirts, sondern tatsächlich gegen das Logo. Der TSV will seine Ansprüche nun geltend machen.

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