Seit ich diese 6 Skincare-Regeln befolge, ist meine Haut schöner denn je

Jacqueline Kilikita
·Lesedauer: 6 Min.

Als Beauty-Redakteurin habe ich das Glück, Hunderte von Produkten ausprobieren zu dürfen – und deswegen kann ich inzwischen selbstsicher behaupten, Tops und Flops ziemlich gut auseinanderhalten zu können. Um meine Haut allerdings so zu pflegen, dass ich selbst mit ihr zufrieden bin, brauche ich mehr als nur Produkte – nämlich den richtigen Umgang. Ich habe Mischhaut, die gern mal fettig ist (und mir daher auch zwischendurch Pickel beschert), vor allem im Winter aber auch trockene Stellen entwickelt. Im Laufe der Jahre habe ich aber hier und da kleine Tricks in meine Skincare-Routine integriert, die meine Haut unter Kontrolle halten – die meisten von ihnen schnell, easy und kostengünstig. Vom Gesichtswäsche-Tabu unter der Dusche bis hin zum Entsorgen meiner Augencremes – scroll dich durch meine sechs Hautpflege-Hacks, die mir meinen bisher schönsten Teint eingebracht haben! Refinery29 macht es sich zum Ziel, dir nur die besten Produkte vorzustellen, damit dich die Auswahl der Onlineshops nicht erschlägt. Deshalb wurde alles, was wir dir empfehlen, liebevoll vom Team kuratiert. Wenn du über Refinery29 zu einem Onlineshop gelangst und etwas kaufst, bekommen wir gegebenenfalls einen Teil des Umsatzes über die Affiliate-Linksetzung.Keine Frage: Augencreme ist super darin, trockene Haut zu glätten und (vorübergehend) kleine Fältchen zu kaschieren – aber das war’s auch schon. Wenn du dir von der Creme erhoffst, damit Augenringe wegzuzaubern, wirst du zwangsläufig enttäuscht. „Dunkle Augenringe liegen oft an einer dünnen Fettschicht unter dem Auge. Keine Creme der Welt kann den Schatten verschwinden lassen, der dort vor allem mit fortschreitendem Alter entsteht“, betont die Dermatologin Dr. Anjali Mahto gegenüber R29. „Produkte wie Augencremes und -lotionen können dafür gar nicht tief genug in die Haut eindringen“, erklärt sie. Das hat die Beauty-Brands dieser Welt natürlich nicht davon abgehalten, trotzdem zahllose Luxus-Augencremes und -balms zu entwickeln – die in meinem Fall allerdings ausschließlich für geschwollene Lider oder verstopfte Poren gesorgt haben. Letztere führten dann wiederum zu Milien (kleinen weißen Hubbeln unter der Hautoberfläche, die Pickeln ähneln). Also beschloss ich, die Augencreme doch einfach mal versuchsweise aus meiner Routine zu streichen, um zu sehen, ob das einen Unterschied machen würde – und ich wurde positiv überrascht. Anstatt meine Haut mit einer fetten Augencreme zu überladen, die ich sonst zusätzlich unter meinem Moisturizer getragen hatte, verteile ich jetzt einfach bloß den Moisturizer auf meinen Lidern und vor allem unterhalb meiner Augen (momentan ist das die Humanrace Humidifying Cream, ca. 40 Euro, derzeit leider ausverkauft). Seit ich das durchziehe, habe ich morgens keine verschwollenen Augen oder verstopften Poren rundherum mehr – und trotzdem ist meine Haut dort immer noch prall und weich. In anderen Worten: Eine gute Feuchtigkeitscreme ist genauso effektiv wie jede Augencreme. Achte dabei vor allem auf Inhaltsstoffe wie Ceramide (die trockene, beschädigte Haut pflegen) und Hyaluronsäure für den richtigen Feuchtigkeits-Kick. Natürlich ist Skincare auch Geschmackssache. Für mich gilt aber: Weniger ist mehr – und das trifft auf Augencreme definitiv zu.Alphahydroxysäuren (oder AHAs) sind in der Hautpflege so beliebt wie nie zuvor – vor allem Glykol- und Milchsäure. Diese Säuren peelen die Hautoberfläche und reduzieren so Hyperpigmentierung, befreien verstopfte Poren und glätten die Haut. Dermatolog:innen und Skincare-Fans schwören seit Jahren darauf – und wer sich von diesem Hype anstecken lässt, kann es schnell etwas zu gut meinen. Zu viele Peelings führen zu roter, empfindlicher, wunder Haut; diese Lektion musste mein Gesicht auf die harte Tour lernen. Also habe ich irgendwann einen Schlussstrich gezogen und AHAs gegen BHAs ausgetauscht. Das sind Betahydroxysäuren (meist Salicylsäure) – und die sind deutlich sanfter zur Haut. Findet auch meine: Seit dem Wechsel ist mein Gesicht deutlich weniger rot und empfindlich. Noch dazu sind BHAs bessere Verbündete im Kampf gegen Unreinheiten – vor allem Mitesser –, da sie tief in die Poren eindringen und dort Talg und Dreck entfernen, bevor daraus Entzündungen entstehen können. Ich benutze das 2% BHA Liquid Exfoliant von Paula’s Choice (derzeit 28,90 Euro) am Abend, gefolgt von einem Moisturizer. Wenn du noch nicht dazu bereit bist, AHAs ganz aufzugeben, solltest du sie vielleicht stattdessen in Form eines Cleansers einsetzen. Im Gegensatz zu einem Toner oder Serum wäschst du den Cleanser nämlich direkt wieder ab – dadurch ist die Säurewirkung nicht ganz so aggressiv. Versuch’s doch zum Beispiel mit dem Acid Washed Foaming Facial Cleanser von Neighbourhood Botanicals (19 Euro) oder dem Bioglycolic Face Cleanser von Jan Marini (43,32 Euro). Wenn du, wie ich, auf kochend heiße Duschen stehst, versuchst du vermutlich, dein Gesicht trotzdem bei derselben Temperatur mitzuwaschen. (Weil ich faul bin, muss ich mich hier leider schuldig bekennen.) Dabei kann heißes Wasser deine Hautbarriere stören und so zu roter, trockener, manchmal empfindlicher Haut führen. Bis ich damit aufhörte, mir während der heißen Dusche das Gesicht zu waschen, hatte ich das alles schon erlebt. Stattdessen wasche ich es jetzt mit lauwarmem Wasser, wie es mir von Expert:innen empfohlen wurde, und das nicht unter der Dusche, sondern am Waschbecken, wo sich die Temperatur leichter kontrollieren lässt. Wenn dir das zu aufwändig ist und du deine Gesichtsreinigung beim Duschen erledigen willst, drehe zumindest die Wassertemperatur dafür ein bisschen runter. Deine Haut wird es dir danken.Ich habe mich immer darüber gewundert, dass ich vor allem auf einer Gesichtshälfte Pickel zu kriegen schien – und die Erklärung dafür ergab total Sinn: Kissenbezüge (und Bettwäsche allgemein) sind der perfekte Nährboden für Staub, Hautfette und Bakterien. Deswegen solltest du sie regelmäßig austauschen – vor allem, wenn du auf dem Bauch oder der Seite schläfst. Das Material meiner Bettwäsche ist mir persönlich relativ egal (obwohl Hautexpert:innen auf Seide schwören); ich achte nur darauf, zumindest die Kissenbezüge alle zwei Tage in die Wäsche zu werfen. Seitdem habe ich deutlich reinere Haut.Ja, auch die Haare können in Sachen Hautpflege eine Rolle spielen – beziehungsweise alles, was du hineinschmierst. Reichhaltige Haaröle, Masken oder Conditioner können zwar trockenes Haar in strahlende Mähnen verwandeln, haben in deinem Gesicht aber nichts zu suchen. „Schwere Conditioner können Poren verstopfen und Bakterien anziehen. Daher sind sie manchmal für Akne auf der Stirn verantwortlich“, erklärt Dr. Mahto. „Conditioner soll ältere, brüchige Haare pflegen, weswegen er oft schwere Stoffe wie Vaselina, Jojobaöl, Sheabutter oder andere ölhaltige Substanzen enthält.“ Die simple Lösung? Verteile besonders dickflüssige Haarprodukte ausschließlich in den Längen und Spitzen deiner Haare – und wenn du in der Dusche zum Conditioner greifst, wasche dein Gesicht eben erst danach. Wenn du jeden Tag Make-up und Sonnencreme trägst, sorgt ein ordentlicher Double Cleanse dafür, dass auch wirklich alle Überreste weggewaschen werden und die Poren atmen können. Was soll „Double Cleansing“ sein? Ganz einfach: Du wäschst dein Gesicht zweimal (entweder beide Male mit demselben Cleanser, oder zuerst mit einem öl-, gefolgt von einem wasserbasierten Cleanser). Double Cleansing hat sogar doppelte Vorteile: So beugst du gleichzeitig verstopften Poren vor und ermöglichst den Produkten, die du danach aufträgst, besseren „Zugang“. Mir gefällt dazu besonders der sanfte CeraVe Hydrating Cleanser (10,95 Euro).Like what you see? How about some more R29 goodness, right here?7 Haarpflege-Fehler, die ich von jetzt an vermeide30-Tage-Challenge: Finger weg von meiner AkneTikTok schwört auf feste Seife bei Akne. Zurecht?