Du willst 2021 mehr Geld sparen? Versuch’s mit diesen 7 Challenges

Sadhbh O'Sullivan
·Lesedauer: 5 Min.

Wenn du dich an Silvester in deinem Umfeld zum Thema Neujahrsvorsätze umhörst, dürftest du dabei wohl immer dieselben Antworten bekommen: Mehr Sport! Weniger Alkohol! Und auf jeden Fall: jeden Monat ein bisschen (mehr) Geld beiseitelegen! Klingt erstmal löblich; meistens scheitern diese tollen Pläne aber ganz schnell an der Umsetzung. Denn wo sollst du am besten mit dem Sparen anfangen? Und vor allem: Wie hältst du dich selbst davon ab, den hart verdienten Lohn – ups! – ganz schnell wieder zu verprassen? Um dein Geld in den Griff zu bekommen, brauchst du aber keinen BWL-Abschluss: Es gibt jede Menge kreative, simple Herangehensweisen für wirklich jedes individuelle Budget, die dich gezielt davor stoppen, voreilig das Sparschwein zu zerdeppern. Bevor du dich durch unsere Spar-Challenges scrollst, ein kleiner Disclaimer vorweg: Nicht jeder Trick ist für jede:n machbar, insbesondere nach dem finanziell womöglich schwierigen Jahr 2020. Aber selbst wenn du es dir und deinem Konto gerade (noch) nicht zutraust, dich an eine der Spar-Challenges heranzuwagen, inspirieren sie dich vielleicht doch dazu, dein Geld kritischer im Auge zu behalten!Die 1-Cent-ChallengeEinen Cent in 667,95 Euro verwandeln – in nur einem Jahr? Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, ist aber tatsächlich ziemlich gut machbar (und daher auch eine der beliebtesten Spar-Methoden überhaupt). Das Konzept dahinter ist simpel: An Tag 1 legst du einen Cent zurück. Am nächsten Tag addierst du zu dem, was du am Vortag gespart hast, einen weiteren Cent hinzu. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Tag 1 = ein Cent, Tag 2 = zwei Cent, Tag 3 = drei Cent – und so weiter, bis du an Tag 365 3,65 Euro beiseitelegst. Und während die einzelnen Beträge sehr klein sind, hast du am Ende trotzdem ordentlich was angespart. Du befürchtest, dabei schnell den Überblick zu verlieren? Keine Sorge: Weil die Challenge so beliebt ist, gibt es jede Menge Gratis-Kalender zum Downloaden, zum Beispiel diesen hier. Die 52-Wochen-ChallengeKleine Cent-Beträge sind dir zu wenig? Dann versuch’s doch mit dem großen Bruder der 1-Cent-Challenge – der 52-Wochen-Challenge, in der du jede Woche entsprechend viele Euros sparst. Das heißt: In Woche 1 legst du einen Euro beiseite und steigerst diese Summe dann über ein Jahr hinweg mit jeder vergangenen Woche um einen weiteren Euro. In der letzten Woche des Jahres sparst du so 52 Euro – und insgesamt hast du dann nach 52 Wochen beachtliche 1.378 Euro zusammen. Die Challenge lässt sich übrigens auch umkehren, wenn dir das lieber ist (dann sparst du eben schon in der ersten Woche 52 Euro und ziehst jede weitere Woche je einen Euro ab).Die 1.500-Euro-pro-Jahr-ChallengeAuch diese Variante ist den beiden vorherigen sehr ähnlich – nur geht’s hierbei um die einzelnen Wochentage. Am Montag legst du nämlich einen Euro zur Seite, am Dienstag zwei, am Mittwoch drei – und so weiter. Am nächsten Montag fängst du dann wieder von vorne an. So kommst du jede Woche auf 28 Euro; am Ende des Jahres sind das ingesamt 1.456 Euro. Ja, okay – wir wissen, dass das nicht genau 1.500 Euro sind (aber wir haben uns den Namen der Challenge auch nicht ausgedacht!). Trotzdem ist das Endergebnis sogar noch lohnender als das der ersten beiden Challenges – und der Challenge-„Neustart“ jeden Montag sorgt für die nötige Abwechslung.Die 50/30/20-ChallengeHierbei geht es nicht um einzelne, sich steigernde Beträge, sondern darum, dein Budget umzugestalten und einen bestimmten Prozentsatz von deinem Einkommen zu sparen. Das funktioniert so: Du teilst dein gesamtes Einkommen in drei „Portionen“ auf – 50 Prozent davon fließen in deine Lebenshaltungskosten (Miete, Rechnungen, Lebensmittel, usw.), 30 Prozent sind für alles Nicht-Essenzielle gedacht (Netflix, neue Schuhe, usw.), und die übrigen 20 Prozent landen auf dem Sparkonto. Natürlich ist diese Challenge nicht für alle gleich gut umsetzbar; schließlich muss manche:r mehr als 50 Prozent des Einkommens für die Lebenshaltungskosten einplanen, vor allem in Abhängigkeit der jeweiligen Miete. Falls das auf dich zutrifft, kannst du die Prozentsätze aber deiner individuellen Situation anpassen und beispielsweise 60 Prozent für Lebenshaltungskosten und 25 Prozent für Nicht-Essenzielles abziehen – dann bleiben dir immer noch 15 Prozent zum Sparen!Die 1-Prozent-ChallengeWenn dir nach weniger Mathematik zumute ist, ist die 1-Prozent-Challenge vielleicht eher dein Fall: Dabei geht es darum, jeden Monat ein Prozent deines monatlichen Einkommens abzuführen. Bis sich das wirklich lohnt, dauert es eine Weile – schließlich ist ein Prozent in den meisten Fällen nicht sonderlich viel –, dafür sollte es dich im Idealfall aber auch nicht spürbar einschränken, diese Challenge durchzuziehen. Das Ersparte kannst du dann zum Beispiel für Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke nutzen – oder auch einfach, um dir selbst eine kleine Freude zu machen!Der Monat ohne AusgabenEinen ganzen Monat lang keinen Cent für alles Nicht-Essenzielle ausgeben? Okay, diese Challenge klingt erstmal irgendwie furchteinflößend – dabei solltest du aber bedenken, dass so für viele Menschen die tägliche Realität aussieht. Wer keinen finanziellen Spielraum hat, ist dazu gezwungen, sich nur auf alles Lebenswichtige zu beschränken. Bevor du dich aber an diese Challenge herantraust, solltest du dir bewusst machen, dass du sie definitiv im Alltag spüren wirst. (Wobei der Lockdown das Ganze durchaus einfacher macht.) Sie eignet sich aber besonders gut für konkrete finanzielle Ziele – und wenn du sie konsequent durchziehst, hast du dein Wunsch-Sparziel sicher schnell erreicht.Die Mittwochs-Wetter-ChallengeOkay, zum Schluss noch eine Challenge, bei der das Sparen sogar Spaß macht: Jeden Mittwoch schaust du in deine Wetter-App und legst der Höchsttemperatur entsprechend viele Euros beiseite. Das heißt: Wenn diesen Mittwoch 14°C erwartet werden, sparst du 14 Euro. Bonuspunkte gibt’s, wenn du Celsius in Fahrenheit umrechnest – 14°C sind nämlich 57°F!Like what you see? How about some more R29 goodness, right here?7 Frauen öffnen virtuell ihre PortemonnaiesIch shoppe, obwohl ich Geldsorgen habe. Wieso?Für meinen Freund gab ich meine Karriere auf