Mädchen wird wegen eines Regenbogen-Kuchens von der Schule suspendiert

Antonie Hänel
Freie Autorin

Ein glückliches Mädchen, das zu seinem Geburtstag vor einer Torte in Regenbogenfarben sitzt: Dieses Foto soll der 15-jährigen Kayla aus Kentucky den Rauswurf aus ihrer Schule eingebrockt haben. Die High School behauptet, mit ihrer Sexualität habe dies nichts zu tun. Das ist schwer zu glauben.

Achtung, gefährlicher Kuchen. (Bild: Getty Images)

Eine christliche High School in Kentucky hat eine Schülerin suspendiert, nachdem Fotos von ihr mit einer Geburtstagstorte und einem Pullover, beides in Regenbogenfarben, in den sozialen Medien gepostet worden sind.

Die Regenbogenflagge steht seit den Siebzigern als internationales Zeichen der Lesben- und Schwulenszene und mittlerweile als Markenzeichen der LGBTQ-Gemeinschaft.

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Den Kuchen hat Kayla von ihrer Mutter geschenkt bekommen. Diese postete die Torte und ihre lächelnde Tochter auf Facebook. Gegenüber “NBC News” erklärte Kimberly Alford: “Sie war glücklich. Sie sah wunderschön aus. Natürlich machte ich als ihre Mutter Fotos, wie sie die Kerzen ausblies und postete sie auf meiner Facebook-Seite.”

Kurz darauf bekam Alford einen Brief des Schulleiters: “Die Verwaltung hat Kenntnis genommen von einem kürzlich in den sozialen Medien veröffentlichten Bild, das eine moralische Haltung und kulturelle Akzeptanz zeigt, die im Widerspruch zu den Überzeugungen der Whitefield Academy steht.” Man habe bereits klar gestellt, dass solche Handlungen und Einstellungen nicht toleriert würden, heißt es weiter. “Aus diesem Grund müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass Kayla sofort von der Schule entlassen wird.”

In einem Statement gegenüber “NBC News” berichtet die Schule, dass es schon länger Probleme mit Kayla gegeben habe. Demnach hätte man sie bereits im Herbst gebeten, sich an den Verhaltenskodex der Schule zu halten.

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Die Schule behauptet, ihre Entscheidung habe nichts mit Kaylas "Sexualität" zu tun. Allerdings erzählt die Mutter, dass ein Beratungslehrer ihrer Tochter vor einiger Zeit ein Buch gegeben hatte, in dem beschrieben wird, wie die lesbische Autorin durch Gott von ihrer Homosexualität “abgebracht” worden sei. Die Mutter sagte außerdem, dass "einige Studenten sich mit der ‘wahrgenommenen Sexualität’ ihrer Tochter unwohl fühlen".

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